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Mapress zu Mepla, Heizung und Kühlung

28 Beiträge |
letzte Antwort 4.9.2017 |
erstellt 12.7.2017
Hallo Leute!

Alle Installateure, mit denen ich rede, wollen Mepla für die Heizungsverrohrung nehmen, weils ja viel schneller und billiger geht!
Wie gravierend ist der Preisunterschied?
Und um wieviel schlechter macht es die Heizungsanlage von der Effizienz her bei einer NIBE 1155 mit niedrigen VL?...
Die ganzen alteingessenen meinen auch, man braucht nicht so kleine Verlegeabstände und kleine VL, aber diese Meinung überhöre ich!
Genau so wie gestern ein Wolf Installateur in der Ortschaft, was eine Solepumpe mit Kollektor! da kost des Baggern 5000euro alleine, so ein Schwachsinn, mach eine Luftpumpe! Typisch alter Kesselinstallateur!

Heizungsmässig sind 250m2 zu aktivieren über 3 Heizkreisverteiler und nur Kühldecke im Sommer über 2 Deckenverteiler!

Unser Installateur in der Firma(Installateuerabteilung, eher a Nudelverein) meint auch eine Kühldecke bringt net viel(meint aber damit eher eine mit GK Zwischendecke, was sie am Hohen Markt gebaut haben)... aber eine BKA sollte schon einiges bringen, dass weiss ich von anderen Bürogebäuden, die wir gemacht haben! Was sagt ihr dazu?

Soll ich in jeden Heizkreisverteiler ein Zonenventil machen oder 2 Steigstränge mit 2 Zonenventile machen(da würde ich Belimo Motorkugelhähne nehmen, meiner Ansicht nach oder?

MFG Andi!!!
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31.8.2017 13:39


ap99 schrieb: Kaskade würde bedeuten: in Summe größere Spreizung, und mehr Druckverlust oder zusätzliche Pumpe, oder nicht?
mit Kaskade ist nur die Regelungsfunktion gemeint. Bei der Hydraulik würde es keine Sinn machen.


ap99 schrieb: Wie sieht es bei dem Verteiler mit Druckverlust aus?
(habe leider noch keinen auf einer Baustelle gesehen) Druckverlust beginnt bei 10 kPa.
Das PEX- Rohr ist nahezu unverwüstlich. Kleine Beschädigungen können mit der Erwärmung des Rohres auf 140 - 160 °C behoben werden. Wenn ein undichtes Rohrstück getauscht werden muss, so sind wir wieder bei den Schiebehülsen. PexA lässt sich bis -10°C verarbeiten. Aluverbundrohre können etwas besser gebogen werden, sind jedoch für Beschädigungen anfälliger.

Zitat

31.8.2017 14:06
Danke.

Habe das mit der Kaskade (Regelung) nicht richtig gelesen. Aber wie ist das zu verstehen? ... die Decke würde (beim Heizen) z.B erst ab einer bestimmten Temperatur durchströmt (dazugeschalten) werden oder wie? ... was wäre da der Vorteil?

Jetzt muß ich nochmal nachfragen ... Sind Schiebehülsen für Aluverbundrohr (Reparatur) auch möglich?

Danke im Voraus.

Zitat

31.8.2017 14:21
Wenn nicht nehm ich die selbe länge bei fbh und bka mit einen 17×2 aluverbundrohr. Dann is ja hydraulisch gleich. Oder ich begrenz mit einen dynacon verteiler bei der bka den durchfluss...
Kaskade was meint ihr da? Dazuschalten? Was macht das furn sinn..? Bringt das dann noch was zur vl verminderung bzw wegen den mehr flächen aktivieren bzw selbsregeleffekt?...
Ich will nur nicht dass die fbh kein wasser mehr abkriegt, weil die hyraulische balance net passt(zb 65m kreise mit 20x2 in der bka).. oder ich mach bei der bka einen zonenregelventil von danfoss oder so?... damit man den max volumenstrom usw einstellen kann?.. nur dann sollt im sommer bei der bka a auch no genug durch...
Hab nur angst wenn ich 200m kreise mache, dass ich dann durch die määnderverschlauchung auf der decke eine ungleichmässige kühlung oder heizung über das geschoss habe

Zitat

4.9.2017 15:00


ap99 schrieb: ... Ein Estrich mit z.B. Parkett gibt weniger Wärme [W/m2] ab, als Estrich mit Fliesen ... und noch weniger wie nackter Beton.
--> deshalb ist bei z.B. gleichlangen Kreisen mit unterschiedlichen Belägen (z.B Parkett und Fliesen) die Rücklauftemperatur bei Fliesen am Ende des Kreises niedriger, als bei Parkett (wenn ich mich richtig erinnere, hat Brink genau das bei ihm beobachtet (bei seinem Abgleichversuch), und gemeint, er würde die Kreise bei Fliesen kürzer machen) ... bei Beton noch niedriger...

gut, laß mich mal ein paar zahlen einwerfen,

angenommen wir hätten je nach raumzielgröße bsplw kreislängen von
-> 120m -> parkett
-> 100m -> fliesen
--> 90m -> BKA

dann gilt das für gleiche rohrdicken.
bei 16-er rohr in der fbh liegt man dann trotzdem bei 250m bei 20-er rohr für bka...

die wärmeabgabe an den raum funktioniert über die oberflächentemperatur. da erlauben wir uns mal den fliesenestrich mit der BKA gleichzusetzen.

dann bleibt als großer unterschied vor allem die wärmekapazität, der puffer BKA.

harald kuster schreibt ja von bis zu 3 tagen die er mit BKA gepuffert heizfrei überbrückt.

eine on/off-wp nutzt diesen puffer um die takte zu glätten, hier findet ständig eine ladung/entladung statt.

eine modulierende wp schwingt sich einmal ein und läuft dann stabil. hier gibt die BKA nicht mehr ab, verdoppelt aber die heizflächen im raum günstigstenfalls...

was bei brink dazu kommt ist die unterschiedliche raumheizlast eg zu keller. der keller nimmt mehr ab, also kommt der rl kühler zurück.

in ein- u demselben raum hast du das nicht.

ist die BKA kühl (bei modulierender wp idealisiert nur einmal im jahr) geht einmalig enorm viel wärme rein und solange ist der rl kühl.

ist die BKA geladen (dauerzustand während der heizperiode) fließt nur das über die BKA was in den raum abgeht - und das wird gleichviel sein wie bei fliesen und etwas weniger als bei parkett...

Zitat

4.9.2017 15:18


uzi10 schrieb: Wenn nicht nehm ich die selbe länge bei fbh und bka mit einen 17×2 aluverbundrohr...

ist aus meiner sicht unnötig kompliziert, teuer und aufwändig.
bei BKA kannst du grob, lange und dick legen, das nutzt mehrfach (weniger verteiler, weniger kreise)

hast du die BKA fibel von harald kuster schon gelesen?


uzi10 schrieb: Hab nur angst wenn ich 200m kreise mache, dass ich dann durch die määnderverschlauchung auf der decke eine ungleichmässige kühlung oder heizung über das geschoss habe...

hab gerade ein konzept dazu am tisch liegen, da wird das gesamte geschoß in 2 zonen unterteilt. beim heizen sind beide dabei, beim kühlen nur eine (bad & nordseitige räume ausgesperrt)...

spiel dich einmal mit deinem grundriß ob du ihn so in 2 oder 3 zonen teilen kannst...

Zitat

4.9.2017 16:29


dyarne schrieb: bei 16-er rohr in der fbh liegt man dann trotzdem bei 250m bei 20-er rohr für bka...


Du magst bei der reinen Betrachtung des Druckverlustes recht haben, daß sich das ausgeht ... wenn man aber auch die zweite Bedingung (nämlich gleiche Spreizung aller Kreise ... gleiche Rücklauftemperatur) sich ansieht, kommt raus, daß nach 60-70 m (BKA) die geplante Rücklauftemperatur schon erreicht ist ... die restlichen m fällt die Temperatur halt max. bis auf Raumtemperatur hinunter.
... ich werde das am Abend überschlägig in die Tabelle eingeben.

http://www.energiesparhaus.at/bilderupload_aktuell/20170904501046.jpg

Zitat

4.9.2017 18:09
das schwingt sich ein.
wenn der rl bis auf rt abkühlen 'könnte' hätte die bka nur raumtemperatur und keine übertemperatur.
dann gibt sie 0 leistung ab -> der rl kühlt gar nicht ab...

wenn die bka - bei modulierender wp eingeschwungen ist - hat sie nicht mehr heizleistung als der estrich.

und der heizleistung muß ich den passenden massenstrom zuordnen, den kann ich bsplw auf 4 dünne röhrl aufteilen, oder durch 1 dickes jagen...

4 dünne wähle ich wenn es räume gibt denen ich folgen muß. ein dickes wähle ich wenn ich bloß einen betonklotz in der decke habe und die fläche nicht auflösen muß...
das zitierte gilt mmn nur für den takt einer on/off, wenn ich die bka von niedrigerem niveau hochziehe (lade).

im eingeschwungenen zustand geht die leistung über die fläche -> heizmittelübertemperatur - und da nehmen sich estrich und bka kaum mehr was...

eingeschwungen kann die bka nur aufnehmen was sie abgibt...

dazu kommt noch daß die heizleistung einer decke niedriger ist als eines bodens. die kühlleistung dafür höher.

wenn man die durchlaufzeiten anschaut die sich einstellen würden, dann paßt bsplw bei modulierendem betrieb und angenommen 0,8 l/min ein 16mm kreis mit 100m zu einem 20mm kreis mit 250m und 3,2 l/min.
(annahme pumpendruck 200mbar)

Zitat

4.9.2017 21:12
Also, ich habe jetzt einfach mal 3 Dinge probiert (wie erwähnt, die Tabelle arbeitet so, daß man VL/RL eingibt, und dann die Heizkreise mittels Druckverlust anpasst)

Annahme Geschoß mit ca. 100 m², 30 W/m² Heizlast.

1) Ein Viertel mit 3 FBH-Kreise 16 x 2 und 1 BKA 20 x 2 (60 m)
2) Ein Viertel mit 1 FBH-Kreis 20 x 2 und 1 BKA 20 x 2 (60 m)
3) Gesamtfläche mit 10 FBH-Kreise 16 x 2 und 1 BKA 20 x 2 (240 m)
(mit 26 x 3 (240 m) ist der Druckverlust ca. ein Drittel von 20 x 2)

Das Ergebnis mit dem hohen Druckverlust (85 kPa) mit nur einem Kreis mit 240 m erscheint sicherlich zu extrem (aufgrund der extrem niedrigen Systemtemperaturen ( < 26 Grad VL bei NAT) sehe ich das ganze nicht mehr so dramatisch, ich würde dennoch mehrere Zonen verwenden (mehr als 1 Kreis), besonders wenn auch gekühlt werden soll ... kommt halt auf die Grundrisse drauf an ;) )

http://www.energiesparhaus.at/bilderupload_aktuell/2017090419122.jpg

Zitat

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