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Alternative zum Bitumen flämmen

7 Beiträge | letzte Antwort 19.5.2017 | erstellt 16.5.2017
Alternative zum Bitumen flämmen
Hallo,

Leider habe ich bisher keine passenden Antworten für mein Problem gefunden.

Der Innenputz ist bei uns bereits fertig jedoch haben die Bodenplatte noch nicht geflämmt. Mehrere Gewerke haben mir erklärt das flämmen nicht notwendig ist, einzig allein der Estrichbauer hat mir flämmen empfohlen. Der Kaminbauer möchte unter dem Kamin wenn dann eine bitumenfreie Abdichtung.

Ich persönlich möchte die Verwendung von Bitumen im Wohnbereich auch auf ein Minimum reduzieren und suche daher eine alternative zum flämmen falls das bei unserer Situation überhaupt notwendig ist.

Wie haben kein Problem mit Grundwasser, kein Keller, 40 cm Zement-Blähton-Gemisch, PVC-Folie, schwimmende 25cm WU-Bodenplatte. In den 25cm Fußbodenaufbau kommen ebenfalls noch Folien. Wegen FBH wird Parkett geklebt.

Da es sich ja durch den WU-Beton nur mehr um aufsteigenden Wasserdampf drehen kann stellt sich mir die Frage ob unter den Bereich wo gefliest wird überhaupt eine Abdichtung notwendig ist.

Ich als Laie hätte da an eine Dichtschlämme wie Bos*ik W261 oder We*er 930 gedacht und diese dann aufgespachtelt. Da ich jedoch auf einer anderen Dichtschlämme den Vermerk „diffisionsoffen“ gelesen habe bin jetzt etwas unsicher welche Möglichkeiten ich habe.

Also zusammengefasst stellen sich mir folgende Fragen:

1. Überhaupt den Rohbeton abdichten?
2. Wenn ja, dann auch unter dem Fliesenbereich und warum?
3. Ginge das mit einer der genannten Dichtschlämmen? oder einer anderen?
4. Falls nicht, welche Möglichkeiten hätte ich sonst noch?

vielen Dank schon im Vorraus.

lg
16.5.2017 12:34
Du hast zwar vielleicht WU-Beton verbaut, aber die Bodenplatte müsste mindestens 30 cm stark sein um als wasserundurchlässig zu gelten.

Was schlägt denn dein Planer/Baumeister vor?

Zitat

17.5.2017 11:14
Der Baumeister (hat nur den Rohbau gemacht) und sein Polier sagen da wir unter der Platte den Blähton haben würden sie nichts machen, wenn man will kann man aber ....

Die Standardaussage die mir bei meiner Entscheidung leider nicht weiterhilft.

Zitat

18.5.2017 6:49
Ginge nicht auch hier EPDM?
Mir graust auch vor dem Bitumen, wobei - kann hier wirklich noch was ausdünsten? Die flüchtigen Substanzen sollten ja schon weg sein.

Zitat

18.5.2017 10:46
was ist schlecht an Bitumen?
Es ist ein Naturprodukt und dichtet gut. EPDM ist reiner Kunststoff. Mag sein, dass Bitumen bei bestimmten Temperaturen nicht gut riecht, aber sobald keine Sonne direkt draufscheint (Estrich darüber bzw. Schotter über Flachdach) wirst du es nie wieder sehen oder riechen. Wenn du Alternativen suchst, beachte auch dass Bitumen nicht nur für die Isolation von diffundierender Feuchtigkeit notwendig ist, sondern auch für den Schutz von Radon-Eintritt durch den Boden.

Zitat

18.5.2017 12:26

Zitat:
cc9966 schrieb: Es ist ein Naturprodukt



Ich hätte es eher als Erdöl-Abfallprodukt (Destillations-Rest) gesehen - mit undefinierter Zusammensetzung, alle möglichen chemischen Verbindungen drinnen, auch kanzerogenen Verbindungen (Naphtyl, Benzene,...)
Aber vielleicht täusche ich mich und es wird extra hergestellt?

EPDM ist eine definierte chemische Substanz, nix kanzerogen.

Zitat

19.5.2017 11:17
Fußbodenabdichtung
In einem feuchten Kellerraum habe ich folgendes für die Bodenabdichtung verwendet:

Fußbodenabdichtung


Da nur die inneren ca 8 cm des WU-Betons bis zum Erreichen der Ausgleichsfeuchte ausdiffundieren sind die Ansprüche an die Abdichtung und deren Schichtdicke nicht sehr hoch. Auch seitliches Eindringen von Feuchtigkeit verhindern.

Du könntest zB die og Abdichtung auftragen und dann zB Glasschaum- oder Holzfaserplatten als Dämmung verwenden.
Darauf Estrich und FB-Heizung.
Rohre entweder bei der ersten Lage ausschneiden oder mit Perlite auffüllen und darüber Platten verlegen.

(ich habe noch einige 25 kg Eimer von der og Abdichtung übrig-auch als Sockelputz, als Zisternenabdichtung oä verwendbar-
Kosten 105,-€/25 kg + Versand, zB Hermes)

Andreas Teich

Zitat

19.5.2017 18:15

Zitat:
mackica schrieb: Ich hätte es eher als Erdöl-Abfallprodukt (Destillations-Rest)


Auch Erdöl ist natürlich, aber das bei der Erdölraffinierie erzeugte Bitumen unterscheidet sich nicht wirklich von natürlichen Asphalte, die in Gesteinsschichten auch vorkommen (Bergwachs).

Zitat


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