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Steinwurf anschütten

40 Beiträge |
letzte Antwort 14.5.2017 |
erstellt 9.5.2017
Hallo!

Folgende Situation:
Wir möchten im Sommer zum Bauen (in NÖ) beginnen und würden vorab einen Steinwurf machen, damit wir unseren Garten aufschütten können (Aushubmaterial des Kellers). Wenn wir jetzt einen Steinwurf machen und der Nachbar X würde seinen Garten auch aufschütten, darf er aber nicht an unseren Steinwurf anschütten, sondern muss einen eignen machen oder? Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass er das nicht darf, möchte nur zu 100% sichergehen.
Problem ist nämlich, dass der Nachbar erst in ein paar Jahren zu bauen beginnt und sich deshalb noch keine Gedanken gemacht hat, ob er seinen Garten aufschüttet oder nicht. Und wir widerrum nicht jetzt einen Steinwurf bezahlen wollen, den er dann zuschüttet, weil er doch auf das selbe Niveau kommt, wie wir.
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9.5.2017 14:50
ich bin zwar aus OÖ- aber soweit ich mich erinnere wäre das hier durchaus möglich.

Zitat

9.5.2017 15:08
Aber wenn ich mit meinen Steinwurf auf meinem Grund bin oder ein bisschen innerhalb, würde er mit seinem Garten doch auf meinen Grund kommen?!
Und wir würden ein paar 1000 Euro sinnlos bezahlen, weil der Steinwurf dann in der Erde verschwindet? Das kann doch nicht Rechtens sein

Zitat

9.5.2017 15:55
warum böscht ihr nicht zuerst und wartet was der nachbar dann macht?

Zitat

9.5.2017 15:58
Weil er das nicht möchte. Wir hätten ihm vorgeschlagen, dass wir unseren Garten auf das Niveau aufschütten das wir brauchen und danoch zu ihm rüber abböschen und je nachdem was er dann macht, schüttet er auch auf oder entfernt die Böschung. Nein, das möchte er nicht.

Zitat

9.5.2017 16:00
du kannst immer noch auf dem eigenen Grund böschen.
dann schüttest du zu wenn er auf das gleiche Niveau kommt.

jedenfalls hört sich das für mich jetzt schon nach problematischer Nachbarschaft an

Zitat

9.5.2017 16:06
Ja, ist scheinbar nicht so einfach
Wir möchten halt auch unseren Garten gleich machen, da wir auch einen Zaun brauchen. Und lt.seiner Aussage beginnt er erst in 2-3 Jahren.

Zitat

9.5.2017 16:23
am einfachsten wäre du erfragst das bei der baubehörde- deiner gemeinde. die sagen dir ganz bestimmt wie das rechtlich ausschaut.

Zitat

9.5.2017 17:06


newer schrieb: darf er aber nicht an unseren Steinwurf anschütten, sondern muss einen eignen machen oder?


natürlich darf er nicht auf dein Eigentum anschütten, wie es ihm passt.

Des weiteren: eine Steinwurfmauer steht ja nicht 90° senkrecht nach oben, sie kommt vl. auf 70-80°. Somit ragt sie auf deinen Grund. Zwecks Pflege der Mauer (Unkrautzupfen, Bepflanzen, usw.) würde ich sowieso Platz lassen, dass du das vom eigenen Grund aus machen kannst. Was ist, wenn dir der Nachbar den Zutritt verwehrt?


newer schrieb: mit meinen Steinwurf ... ein bisschen innerhalb


so würde ich es machen


newer schrieb: Weil er das nicht möchte.


geile Aussage, er hat bei deiner Böschung oder Mauer genau null mitzureden. Wenn du die Niveauveränderung bzw. Mauer anzeigst oder bewilligt bekommst (kenne die Voraussetzungen in NÖ nicht) dann wars das.

Zitat

9.5.2017 17:09


utes schrieb: ich bin zwar aus OÖ- aber soweit ich mich erinnere wäre das hier durchaus möglich.


was meinst du genau, wäre in OÖ möglich? dass dir dein Nachbar auf deine Steinmauer hin anschüttet? Das wäre eig. keine Sache vom Bundesland sondern das ist Besitzstörung

Zitat

9.5.2017 17:10


rabaum schrieb: geile Aussage, er hat bei deiner Böschung oder Mauer genau null mitzureden

wenn ich es richtig verstanden habe war die Idee auf nachbars Grund zu böschen....

Zitat

9.5.2017 17:12


rabaum schrieb: was meinst du genau, wäre in OÖ möglich?


wir haben Nachbarn da hat einer extrem hoch eine Mauer gebaut- der daneben hat nur in wenig angehoben und die Steinmauer unten zugeschüttet.

scheint kein Problem gewesen zu sein.

Zitat

9.5.2017 17:31


utes schrieb: scheint kein Problem gewesen zu sein.


einvernehmlich geht eh alles...
Das ist keine Sache der Baubehörde, das ist Zivilrecht.

Zitat

9.5.2017 17:33
das hab ich sagen wollen, mit ein bisschen guten willen lässt sich sowas lösen.

Zitat

9.5.2017 17:33


utes schrieb: wenn ich es richtig verstanden habe war die Idee auf nachbars Grund zu böschen...


ok, das hätte ich jetzt nicht herausgelesen. Aber wenn das der Plan ist, dann würde ich als Nachbar dem wohl auch nicht zustimmen.

Zitat

9.5.2017 18:14


rabaum schrieb: Zwecks Pflege der Mauer (Unkrautzupfen, Bepflanzen, usw.) würde ich sowieso Platz lassen, dass du das vom eigenen Grund aus machen kannst. Was ist, wenn dir der Nachbar den Zutritt verwehrt?


Genau!

Zitat

9.5.2017 19:48
Ja, wenn er 20cm zuschüttet ist das aber was anderes als wenn er den kompletten Steinwurf zuschüttet weil er eben auf unser Niveau dann aufschüttet. Da sagen wir dann auch nicht einfach "ja mach mal", darum würden wir das gerne vorab klären.
Das Abböschen auf Nachbarsgrund wäre nur eine Übergangslösung bis er sich entschieden hätte.

Zitat

9.5.2017 22:35


newer schrieb: Ja, wenn er 20cm zuschüttet ist das aber was anderes als wenn er den kompletten Steinwurf zuschüttet


newer schrieb: Das Abböschen auf Nachbarsgrund wäre nur eine Übergangslösung bis er sich entschieden hätte.

Was redet ihr da ständig? Ihr bewegt euch da laufend auf fremden Grund!!! Was meint ihr, warum es Grundgrenzen gibt? Warum das "GRENZE" heißt? Und was bedeutet eigentlich "EIGENTUM" fur euch?


newer schrieb: Problem ist nämlich, dass der Nachbar erst in ein paar Jahren zu bauen beginnt und sich deshalb noch keine Gedanken gemacht hat, ob er seinen Garten aufschüttet oder nicht.

Soll das ein Vorwurf sein??? Warum sollte sich der Nachbar jetzt schon auf was festlegen sollen? Wer weiß schon, was eine konkrete Planung dann irgendwann einmal an neuen Gesichtspunkten ergibt.

In Wahrheit gibts derzeit 3 Möglichkleiten für newer:

1. Abböschen
2. Steinwurf
In beiden Fällen mit gewissem Abstand zur Grundgrenze (Pflegestreifen, auch eine Wasserableitung kann ein Thema sein)
3. Anschütten bis zur Grundgrenze mit Stützmauer

Variante 1 ist sicher am Günstigsten und lässt für die Zukunft die höchstmögliche Flexibilität offen - je nach dem, was auf dem NAchbargrundstück dann einmal passiert.

Zitat

10.5.2017 7:50
Nein, dass sollte kein Vorwurf sein. Er kann ja machen was er will. Uns ist es in Prinzip egal, wir machen unseren Steinwurf und gut ists. Ich wollte einfach nur wissen, wies dann rechtlich ausschaut.
Und das 20cm zuschütten und abböschen auf Nachbarsgrund wäre immer nur mit beiderseits Einverständnis gewesen, also kein Grund sich aufzuregen! ich weiß schon, dass die Grundgrenze eine Grenze ist und wir würden auch nichts ohne Einverständnis auf fremden Grund machen. Darum haben wir auch das Gespräch mit dem Nachbarn gesucht. Und wir wollten uns jetzt einfach nochmal absichern, dass er dann nicht so einfach anschütten darf.

Zitat

10.5.2017 8:39
Die Ausgangsfrage war ja, ob er den Steinwurf, der zur Gänze auf eurem Grund sein wird, zuschütten darf. Und die Antwort darauf ist ein eindeutiges, klares und lautes Nein!

Ich glaube die Frage wurde hier aber etwas missverstanden weil niemand auf die Idee gekommen ist, dass du wirklich wissen willst, ob der Nachbar bis auf _euren_ Grund anschütten darf - eben weil die Antwort darauf so eindeutig ist

Zitat

10.5.2017 9:19
Ja, ich wollte noch auf Nummer sicher gehen und nachfragen

Zitat

10.5.2017 22:09
Das schaut sicher prima aus, wenn Ihr jetzt einen Steinwurf macht und der Nachbar 3 Jahre später einen auf seiner Seite, ebenso hoch. Dann habt Ihr die Kluft in der Kommunikation auch gleich in Form eines steinernen Schützengrabens manifestiert.

Abböschen und sich später am selben Niveau treffen klingt irgenwie logischer. Gibts evtl. ne Skizze oder ein Foto der Situation vor Ort?

Zitat

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