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Dämmung von Außenluft und Fortluftrohr

17 Beiträge |
letzte Antwort 4.9.2017 |
erstellt 15.4.2017
Hallo zusammen,

ich habe zwei Fragen zur Dämmung des Außenluft- und Fortluftrohrs einer KWL (bei uns Zehnder Q450). Ich hoffe ihr könnt uns hier etwas weiterhelfen.

Wir haben eine Nennlüftungsrate von 250 m³/h (also normale Stufe; und intensive Lüftungsrate von 334 m³/h).

1. Frage:
Das Außenluftrohr (Wickelfalzrohr DN 180 mit einer Entfernung von ca. 4,5m zur KWL) geht bei uns durch die Außenwand (T8 mit Mineralwolle 36,5cm) wo dann ein Aussenwandgitter dran kommt. Zwischenräume sollen ausgeschäumt werden und zum abdichten kommt außen eine Dichtmanschette dran.
Ist eine Dämmstärke von 19mm Armaflex hier die richtige Wahl oder unterdimensioniert bei Wickelfalz? Und reichen die 19mm auch bei der Fortluft?

2. Frage:
Fortluftrohr geht durch die Kelleraußenwand zu einem KG2000 Rohr welches mit einer Steigung nach draußen führt.
Sollte man das Fortluftrohr lieber als Schaumrohr variante wählen aufgrund von evtl. Schallproblemen oder ist die Wahl von Wickelfalzrohr mit Armaflex hier ausreichend?
16.4.2017 9:09
Hallo Massimoo,

zu 1.) wenn ein rundes Außenwandgitter kommt, dann sollte es mindestens eine Dimension größer sein, als das Lüftungsrohr, sonst hast Du dort bei diesem hohen Volumenstrom viel zu große Druckverluste und relativ schnell Vereisung bei gefrierendem Nebel. D. h. Rohr muss in der Wand auf ca. Ø225-250mm erweitert werden.
Einfacher wäre es, ein rechteckiges Wetterschutzgitter ca. 300x300mm mit kurzem Anschlusskasten zu nehmen (weniger Stemmarbeit). Gitter sollte nur Lamellen mit Kleintiergitter, aber keinesfalls ein Fliegengitter aufweisen.
Die Dämmstärke von 19 mm ist zwischen Wienerberger T8 und Wickelfalzrohr ausreichend. Gehen die 4,5 m Außenluftrohr aber durch beheizte Räume, sind diese eigentlich die Wärmebrücke (ca. 3m² Oberfläche)

zu 2.) Wenn das Fortluftrohr durch einen lärmsensiblen Bereich führt, dann ist ein Wickelfalzrohr deutlich leiser (bessere Schalldämmung = Kapselung des Ventilatorschalls) als ein Schaumrohr. Rohr sollte selbstverständlich körperschallentkoppelt vom Baukörper geführt werden.

Die Dämmstärke ist immer abhängig von der Rohroberfläche und von der Art des Raumes beheizt/unbeheizt. Daher wenn möglich immer Rohrlänge mit Temperaturunterschieden minimieren.

Zitat

16.4.2017 16:47
Vielen Dank für dein Beitrag! Allerdings stellt sich mir dadurch eine Frage

Wetterschutzgitter hört sich sehr gut an allerdings habe ich eben nach einem Gitter (300x300) gesucht mit Rohranschlussstutzen für DN 180. Leider ohne Erfolg.
Oder war es so gemeint, dass man das Gitter einfach an die Wand schraubt ohne es mit dem Rohr zu verbinden?

Werde den Schacht wo das Rohr durchgeht mit Klemmfilz welches von der Zwischensparrendämmung sowieso über bleibt ausfüllen.

Zitat

16.4.2017 19:26
mit was und wieviel Dämmstärke dämmt man eigentlich ein Aussenluft oder Fortluftrohr im beheizten Keller! ICh würde Armaflex nehmen! Ist zwar teuer aber ich denke das Beste oder? Aber wie stark?

Zitat

16.4.2017 21:23
@Massimo
Das Gitter sollte schon in einem Anschlusskasten sitzen, sonst bringt die Querschnittsvergrößerung nichts.

Wir haben so ein WSG mit Anschlusskasten im Programm, allerdings nur für die Standardgrößen 160 und 200 mm. Für das Zwischenmaß 180 mm heißt das 3 Wochen Lieferzeit.
Sieht so ähnlich aus wie hier, nur etwas abweichende Abmessungen:
http://www.lindab-shop.de/epages/afcacc7b-bf5c-415e-96e1-43d9c9bb87d7.sfV

@uzi10
mindestens 19 mm Kautschukdämmung (z. B. Armaflex), je nach Länge auch 25, 32 mm oder mehr. Man kann auch die Kautschukdämmung mit alukaschierter Mineralwolle überdämmen, um Kosten zu sparen. Aber mindestens 19 mm AF muss wegen Kondensatverhinderung außen am Rohr sein.

Zitat

17.4.2017 10:11
Besten Dank!

Zitat

17.4.2017 10:17
@Massimoo
http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=434432
Wir haben das schließlich mit EPP Rohr ausgeführt.
Wandstärke 43mm. Erfüllt die Forderung nach 60mm Dämmung.

Zitat

17.4.2017 12:20
Danke Ziegelrot

Hab mir grade dein Beitrag angesehen. Bei dir führen die Leitungen vom Technikraum raus. Machst du das in ein Lichtschacht oder mit Ansaugtürmen bzw. Ablufttürmen?

P.S. Das Kondenswasser welches innen entsteht muss auch irgendwie abgeführt werden denke ich. Vielleicht ist es auch nicht unbedingt notwendig aber ich denke wenn du das Abluftrohr durch die Erde führst, wird auch Kondenswasser anfallen. Man braucht dann etwa sowas:

[url=http://www.fotos-hochladen.net]
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/pict0992txa46bncd9.jpg
[/url]

Zitat

17.4.2017 15:20
Das Drexel&Weiß x² soll einen Syphon eingebaut haben. Lt. Inst. Außenluft mit Gefälle Richtung Gerät, Fortluftleitung nach Außen.
Bei der Außenluft kommt eine Filterbox von D&W, bei der Fortluft ein Gitter.
Beide Leitungen gehen direkt in das Freie.

Zitat

26.8.2017 21:04
@Leitwolf,

ich würde mir gern die oben empfohlene Wanddurchführung WTRHV holen.Das Gitter soll für die Aussenluftansaugung verwendet werden.

Frage:
Für den Luftleitungsanschluss benötige ich DN 180. Der Bauunternehmer hat eine Aussparung von 25x25cm frei gelassen. Wir haben ein gefüllten Unipor Stein W07 36,5cm.
Da ich jetzt gesehen habe das der Kasten größer als 30x30cm ist, müsste ich demzufolge noch viel wegstemmen? Oder sehe ich das falsch? Nach der Abbildung auf der Seite ist der Kasten 20cm tief.

Müsste das Gehäuse nicht noch komplett irgendwie gedämmt werden, wegen möglichen Kondenswasser?

Zitat

27.8.2017 12:52
Ich habe dieses Wetterschutzgitter auch schon einmal als Muster bestellt. Der Anschlusskasten für das WTRHV hatte auf der Stutzenseite innen(!) eine Armaflexdämmung. Das ist natürlich sinnbefreit. Wenn der Kasten nicht vollständig im Wärmedämmverbundsystem sitzt, dann müssen die Seiten, die an einen massiven Bauteil angrenzen, außen mit Armaflex gedämmt werden.

Der Anschlusskasten ist als variabler Schiebekasten gebaut (teleskopartig). Den Kasten kann man daher auf minimal 100mm Tiefe kürzen.

Zitat

27.8.2017 19:20
Besten Dank Leitwolf!

Zitat

28.8.2017 10:34
Leider liefern die den Kasten mit 180er Anschluss nicht.

Folgende Mail habe ich bekommen:
vielen Dank für Ihre Anfrage und das damit verbundene Interesse an unseren Produkten.

Der Anschlusskasten WTRHV ist nur in den Nennweiten DN 160 oder DN 200 lieferbar.

@Leitwolf:

Kennst du eine andere Seite die sowas im Angebot haben oder eine Alternative?
Bzw. wie schlimm wäre es wenn ich die Ausführung in 160er nehme? Der 200er passt leider bei uns nicht mehr.

Beim 200er ist das Einbaumaß 40 x 40 cm. Recht groß wie ich finde. Könnte aber notfalls direkt eine Reduzierung 200/180 an den Kasten setzen.
Ist es nicht schlimm wenn ich in der Aussenmauer eine 10cm tiefe Aussparung von 44 x 44cm tätige (wegen Armafelx etwas mehr)?

Zitat

28.8.2017 18:55
Was ist davon hier zu halten? Hier ist das Gehäuse 16cm tief. Hat 25x25cm Aussenmaß, deutlich weniger als der Anbieter von dem WTRHV.
https://mkk-shop.de/Luftfilter-Einbaufilter-Wickelfalzrohr-Lueftung-Kastem

Ich bräuchte demnach nur noch ein Edelstahlgitter mit passendem Nippel.

Einziger Nachteil: man kommt von Aussen nicht mehr dran um den Filter auszutauschen, da das Teil wohl genietet ist.

Zitat

1.9.2017 22:13
@Leitwolf
Könntest du zu meinem letzten post noch was sagen bzw. einen Tipp in die richtige Richtung geben?

Zitat

1.9.2017 22:32
Ich würde das WTRHV mit DN160 nehmen. Ich nehme an, du wirst deine Anlage nur selten mit mehr als 250 m³/h betreiben. Innen dann erweitern auf 180 mm zum Anschluss an das Gerät.

Zitat

3.9.2017 19:39
Danke für die Antwort Leitwolf.

Ich habe eine Nennlüftungsrate von 248 m³/h. Deshalb hatte der Planer ein 180er Ansauggitter empfohlen.

Der 200er Wetterkasten ist halt ein Monstrum mit seinen 44x44cm. Das von mir oben verlinkte ist keine alternative?

Zitat

4.9.2017 9:21


Massimoo schrieb: Der 200er Wetterkasten ist halt ein Monstrum mit seinen 44x44cm. Das von mir oben verlinkte ist keine alternative?


Das im Link ist kein Wetterschutzgitter mit Einbaurahmen, sondern ein Filterkasten.

Zitat



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