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Können wir uns das überhaupt leisten?!

117 Beiträge |
letzte Antwort 21.3.2017 |
erstellt 11.3.2017
Hallo!
Mein Mann und ich sind gerade dabei uns zu überlegen ob wir für unsere 5köpfige Familie (3kinder) ein Eigenheim kaufen bzw bauen sollen. Im Bekanntenkreis machen das ja einige aber da sponsern auch die lieben Eltern einiges, das fällt bei uns mal komplett weg.
Eigenkapital haben wir lächerliche 10.000€, also damit kommen wir nicht weit...
Unser Nettoeinkommen beläuft sich auf knapp 4500€/Monat (inkl familienbeihilfe). Nun die frage: gibt uns eine Bank überhaupt einen Kredit mit diesem Rahmenbedingungen und wie hoch kann dieser Kredit sein wenn wir monatlich nicht viel mehr als 1200€ an raten zahlen wollen? Ich schätze ja mal das wir mindestens 300.000 benötigen werden was ja doch ein Batzen Geld ist....

Danke schon mal!!

LG,
Liz
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11.3.2017 21:42
Um eine Beratung bei Banken kommt ihr, meiner Meinung nach, nicht drum rum. Ihr habt zwar ein ordentliches Nettoeinkommen, wenn ihr aber monatlich nur 1200€ zahlen wollt und kaum Eigenkapital habt, wird da eine ordentlich lange Kreditlaufzeit rauskommen. Problem ist in meinen Augen, dass selbst die Kredite mit fixen Zinsen nur eine gewisse Zeit einen Fixzins haben. Nachdem die Zinsbindung abgelaufen ist, kommt soweit ich weiß ein variabler Zinssatz zum Tragen. Und wer weiß schon wie die Zinsen in etlichen Jahren sind.. Ist ein gewisses Risiko.

Zitat

11.3.2017 21:49
Ich wüsste nicht, wie das gehen soll. Ihr müsstet schon an allen Ecken und Enden extrem günstig bauen - angefangen bei einem wirklich günstigen Baugrund. Du findest bei der Hausbank sicher online einen Kreditrechner, da kannst Du Dir mal ein ungefähres Bild machen, welche Summe Ihr bekommen würdet bei 1.200 € monatlicher Rate und 30 Jahren Laufzeit. Meine Bank (Volksbank) hat mir im Rahmen einer Beratung kürzlich mitgeteilt: Je höher der Anteil an notwendigen Fremdkapital, desto höher das Ausfallrisiko und entsprechend höher der Zinssatz. Bei der Haushaltsrechnung musst Du Dir die Raten auch noch leisten können, wenn das Zinsniveau um bzw. auf 4% steigen sollte.

Wenn ihr mit 300.000 € auskommen wollt, dann müsste der Grund extrem billig sein (= unattraktive Lage), die Bauweise ausschließlich auf den Faktor kostengünstigst ausgerichtet sein und sehr viel in Eigenleistung gemacht werden, was kompetente und zuverlässige Handwerker im näheren Familienkreis voraussetzt. Für mich wäre das nichts. Wenn ihr nicht mehr Miete zahlen wollt, dann würde ich mich nach einer erschwinglichen Eigentumswohnung umsehen. Vielleicht wäre auch ein Genossenschafts-Reihenhaus eine Option für Euch? Da gäbe es (je nach Bundesland) Landesförderung.

LG, Miss T

Zitat

11.3.2017 22:20
Ich finde das hängt von vielem ab.

Wieso habt ihr denn nur so wenig Eigenkapital ? Mit 3 Netto müsste ja eine 5 köpfige Familie hinkommen ohne das es einem schlecht geht - blieben 1500 pro Monat + UZ + WR ... sind etwa 28k pro Jahr Sparmöglichkeit.

Ich würd also mal 2 Jahre in den Sparmodus schalten, die Zeit braucht ihr sowieso um euch mal über Häuser zu informieren, generell was ihr überhaupt wollen würdet / euch leisten könnt etc. Und falls ihr euch dann gegen einen Hausbau entscheidet habt ihr nix verloren.

Wo wollt ihr überhaupt hinziehen. Sind die Gründe dort billig ? Wollt ihr was neues und alles auch auf dem neuesten Stand ? Wollt ihr viel Eigenleistung einbringen und könnt ihr das auch ? Ein älteres Haus sanieren , oder ein älteres Reihenhaus kaufen ist sicher viel eher stemmbar als ein Neubau.

Zitat

11.3.2017 22:44
Wenn ihr noch so wenig Eigenkapital habt (Einkommen wäre ja nicht zu verachten)... würde ich vorschlagen: sucht euch erst mal ein Grundstück - das kann ohnehin einige Zeit dauern - spart in der Zeit schon mal das an, was ihr an Kreditrate einplant. Dann finanziert ihr erst mal das Grundstück, und in ein paar Jahren das Haus drauf...

Zitat

11.3.2017 23:25
Danke für eure Tipps!
Wir sind eh ordentlich am sparen aber wir verdienen erst seit kurzem so gut (Beförderung)
Wir hätten ein schlüsselfertiges Doppelhaus mitsamt Grundstück um 280.000 in pottendorf gefunden. Zur Zeit wohnen wir in Wien und die Eigentumswohnungen hier sind teuerer als die Häuser außerhalb...Die genossenschaftswohnungen sind alle in den randbezirken von Wien die uns überhaupt nicht gefallen (10.,11.,21....)
Kennt jemand von euch zufällig diese junghäuser?
Danke nochmal!

Achja, handwerklich sind wir in der Familie zum Glück sehr begabt. Das wäre jetzt nicht so das Problem. Sind viele professionelle Handwerker.

Zitat

12.3.2017 10:15
wie alt seit ihr? das könnte auch ausschlaggebend sein. mit 3 kinder werdet ihr ja nicht in den 20er sein 😄

Zitat

12.3.2017 12:02
Klar könnt ihr euch das leisten. die frage ist nur ob ihr auch die disziplin dafür habt? ohne eigenmittel muss man entweder sehr sparsam sein um in absehbarer zeit mit allen fertig zu werden oder euch ist das egal und ihr habt ein 10 jahres projket mit dem haus, außenanlagen bzw. garten.

Zitat

12.3.2017 12:34
Ich bin 34. Mein Mann ist 44j;)

Zitat

12.3.2017 14:37
ich persönlich würde mit dem bauen (so es finanzierbar ist) nicht ewig warten. die preise am bau steigen im jahr um 3 % mindestens. das sind bei 300000 schon mal 9000 euro die du zusätzlich sparen musst.
schon mal nach einem bestehenden haus geschaut?

Zitat

12.3.2017 17:38
bin der gleichen meinung wie utes! wenn möglich sofort bauen (die teuerungen sind höher als die zinsen wenn man länger wartet!!!) oder eben schon was fertiges kaufen aber in beiden fällen, lieber etwas größere summe finanzieren lassen als jetzt noch jahre lang zu warten!

Zitat

12.3.2017 17:56
300.000,-- bei 30 Jahren Laufzeit und angenommen Zinsatz von1,5%: RUND 1.035,--
Sollte der Zinssatz auf 4,% steigen, gesamt also mit Aufschlag auf 5,5% (und mit 4% rechnen die meisten Banken als Schattenrechnung), macht die Rate bereits über 1.700,-- monatlich aus.
Also ja, leistbar wird es sein, darstellbar vermutlich auch, auch sind noch bis maximal 36 Jahre Laufzeit möglich, das wird die Rate a bissl verbilligen.

Sportlich? Ja. Möglich? Vorsichtig ja. Tun? Meiner Meinung nach, ja....spätestens in der Pense will niemand mehr Miete zahlen, mit der Abfertigung RestKredit sondertilgen und gut ist´s.

Lg, Alex

Zitat

12.3.2017 22:02
Wir wollen uns aufkeinenfall übernehmen. Einen Kredit aufnehmen über diese Summe muss schon sehr gut überlegt sein. Ich kenne mich in der Materie auch leider nicht so gut aus. Ich habe zwar einige bekannte die in der Bank arbeiten aber wenn ich ganz ehrlich bin versteh ich nur Bahnhof wenn die mit ihrem fachjargon kommen...Es scheint das soviele xtra kosten zum eigentlichen Betrag kommen und dann diese Geschichte mit den Zinsen die aufeinmal in die Höhe schießen- das macht mir schon fast angst!
Wir haben nächste Woche ein Gespräch mit einer Baufirma (hekuri,Falls die jemand kennt?) und da bin ich schon mal gespannt was dabei herauskommt. Sicher eine ganz andere Summe als die mit der sie werben....(170qm Haus mitsamt Grundstück um 1100€/Monat ohne Eigenkapital)?!

Zitat

12.3.2017 22:06
ich habe noch meinen Bankberater im Kopf der gemeint hat: "1 Drittel der gesamten Baukosten sollte man schon als Eigenmittel haben, dann klappt das."

Mit 3 Kindern würde ich eher ein bestehendes Haus kaufen und kein neues Bauen: - Kosten. Die Kosten lassen sich besser kalkulieren. Zumindest wenn man das Haus auf Herz und Nieren von einem Sachverständigen prüfen lässt damit es keine versteckten Mängel gibt. Beim selber Bauen können die Kosten schnell explodieren (bei uns 30.000,- Euro Mehrkosten wegen schlechtem Untergrund, allein der Kostenvoranschlag des Elektrikers war nach unserer Detailplanung doppelt so hoch,...)
- Zeitfaktor. In ein bestehendes Haus kann man sofort einziehen. Auch der Garten ist meistens sofort benutzbar. Gerade mit Kindern ist das wichtig. Wenn man selber baut dauert das schon mal eine ganze Weile und bis der Garten fertig ist dauert es nochmal so lange. Bis dahin sind die Kinder vielleicht schon groß und brauchen keinen Garten mehr.
- wenn ihr viele professionelle Handwerker in der Familie habt, dann klingt das mit dem bestehenden Haus kaufen noch besser. So lassen sich Adaptierungen im Haus leichter planen und durchführen. Wenn bei einem fertigen Haus bei Adaptierungsarbeiten mal ein Familienhandwerker ausfällt (Krankheit, Zeitmangel,...) dann fällt das nicht so stark ins Gewicht als wenn das auf der Baustelle passiert und sich die arbeiten dann vielleicht um Tage/Wochen verzögern.

Außerdem sollten noch diverse Worst-Case Szenarien einkalkuliert werden: Jobverlust, Scheidung, Krankheit/Unfall oder anderweitiger Ausfall eines Geldverdieners.
Bei so großen Summen wie bei einem Hausbau/Hauskauf/Wohnungskauf können schnell Existenzen bedroht sein. Also ohne Eigenmittel würde ich mir diesen Schritt gut überlegen. Eine halbfertige Baustelle kann man kaum verkaufen, ein bestehendes Haus oder eine Eigentumswohnung schon.

Liebe Grüße

Zitat

12.3.2017 22:26
http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=41589

ich kann nur meine Erfahrungen schildern, und die waren bei Firmen mit solchen "Lock-Angeboten" die gleichmal die Finanzierung mit-vermitteln sehr dürftig.

je mehr Zeit man in die Hausbau-Planung investiert, umso schneller wird klar dass einem keine Baufirma ohne Eigenleistung um 1100 p/M ein tolles 170qm Haus auf passendem Baugrund hinstellt.

Ich will ehrlich sein: man liest hier öfters "haben Handwerker in der Familie".
Aber warum beraten die euch nicht? ;) Handwerker sind genau die Leute die ihr braucht und die die Weichen stellen sollten damit ihr in der Planungsphase nicht stolpert.

Kalkuliert meinetwegen mit 2000-2200€ Kosten pro qm und schaut mal ob ihr mit dem Rest einen passenden Baugrund finden würdet.
Der Baugrund spielt eine sehr große Rolle, wir haben das anfangs unterschätzt.
Bei knappem Budget sollte er außerdem aufgeschlossen und flach sein.

Ansonsten müsste man auch abklären wie eure aktuelle Wohnsituation ist. Wenn ihr jetzt schon einen gewissen Lebensstandard habt und eine haaalbwegs passende Wohnsituation dann werdet ihr mit einem 120qm Holzriegelhaus und Standard-Einrichtung evtl. nicht so glücklich. Da ist jeder unterschiedlich.

Zitat

12.3.2017 23:04
Ja eben, ich kenne die Regel mit dem ein Drittel der baukosten selber haben, deswegen bin ich auch sehr skeptisch...
Das mit dem fertigen Haus ist in sofern ein Problem weil wir dann sofort umziehen müssten. Ich brauche allerdings zeit um neue Schulen und Kindergärten zu finden (freie Plätze!) und somit dachte ich das wir beim Bauen genug Zeit haben um diese Sachen zu erledigen.
Mein Mann ist handwerklich sehr begabt da kühltechniker (sollte jemand ne Klimaanlage brauchen?;) aber beruflich auch xtrem eingespannt mit etlichen Auslandsreisen, somit fehlt die Zeit zum selber bauen. Zur restlichen Familie ist der Kontakt eher a bissl auf Eis gelegt und naja ist alles was Familie betrifft einfach kompliziert...
Aber ich fürchte eh dass wir ohne Eigenkapital unser Traum vom Haus aufgeben müssen.
Danke übrigens für den link!!
Achja, wir wohnen zu 5. eher etwas beengt aber dafür super günstig, in einer 3 zi Wohnung welche in den 60er gebaut wurde. Standard also nicht so hoch. So oder so müssen wir in den nächsten 3-4j umziehen!

Zitat

13.3.2017 1:24
Habt ihr wirklich einen "Traum vom Haus"?
Ich glaube, dass es vermutlich irgendwie gehen würde, vielleicht nicht jetzt gleich sondern wenn ein bisschen Eigenkapital angespart habt. Dazu haben die anderen eh schon gute Überlegungen geschrieben.

Vielleicht wäre ein Haus/eine größere Wohnung mieten für euch auch eine gute Option. Die Kinder werden erwachsen, dann ist ein gekauftes, für 5 Personen dimensioniertes Haus für euch zwei wahrscheinlich zu groß. In 30 Jahren ist das Haus abgezahlt, dein Mann 74 und vermutlich fangen dann so lustige Dinge wie Dacherneuerung, Heizungsaustausch etc an.

Zitat

13.3.2017 2:00
mit handwerklich begabt hab ich jetzt maurer, elektriker etc in der familie erwartet und nicht den mann als kühltechniker :)
ich bin da eher bei mirabell. vieleicht ne schöne etw die genug platz bietet, wird warscheinlich leichter stemmbar sein.
dein haus um 300.000 ist nicht stemmbar mit grund ohne enorme hilfe und fachkentniss in der verwandschaft.

Zitat

13.3.2017 6:38
wir sind ca. 15km v. wien entfernt und mit allen drum und dran (grund, haus, gebühren, außen auch alles fertig) kommen wir auf knappe 350.000 euros. eigenmittel waren am anfang ca. 15.000, den rest haben wir uns in den 2 jahren (seit wir im haus sind) nebenbei erspart und dinge außen erledigt. dh. von den 350.000 sind knapp 90.000 ersparte eigenmittel in der zeit nach dem einzug...

es geht also sehr wohl auch mit wenig eigenmittel nur muss man eben selber wissen was man im stande ist monatlich zu sparen. auch sollte man nicht die restlaufzeit des kredites vergessen. uns ist dies nicht egal und weil wir fast fertig sind mit den größeren ausgaben werden wir nun extra monatlich eine summe auf unser sparbuch schmeißen (sparbuch für sonderntilgung) und wenn wir mal sehen sollten das der zinssatz steigt dann hauen wir einfach eine größere summe in den pott (werden es nicht so wie viele andere machen das wir monatlich oder jährlich sonderntilgen,... bin der ansicht, besser ich schulde der bank und ich habe einen guten polster auf der seite für alle fälle )

Zitat

13.3.2017 6:52
Webbi, du hast aber auch keine 3 Kinder welche schul- u. kindergarten pflichtig sind. Das erhöht gleich mal das tägliche Leben um einiges.

@Liz auch ich würde in eurer Situation zu einem gebrauchten Haus greifen. Jedoch nur mit SV. Oder holt euch eine neue ETW mit rund 100qm und Eigengarten.

Zitat

13.3.2017 7:24
Das soll nicht böse klingen, aber wenn du unbedingt in Wien bleiben willst, dann solltest du den Traum vom Hausbau aufgeben. Ich denke in Wien und im sehr nahen Umkreis können es sich nicht viele leisten, schon gar nicht mit eurem Budget. Wenn der Pottendorf schon zu weit von Wien weg ist und du die fehlende Infrastruktur bekrittelst, dann wirst du dort sowieso nicht glücklich werden. Andere ziehen genau deshalb aufs Land, man sollte halt genau wissen was man will. Pottendorf und alles in dieser Entfernung zählt leider mittlerweile schon zum Speckgürtel von Wien. Sind mit dem Auto vl. 25-30min, wenn man nicht gerade um Punkt 7 los fährt und je nach Parksituation. Also auch dort kosten die Gründe mittlerweile jenseits der €100/m².... Wenn es wirklich billig sein soll musst du leider noch weiter aufs Land raus.

Zitat

13.3.2017 7:31


Richard3007 schrieb: Webbi, du hast aber auch keine 3 Kinder welche schul- u. kindergarten pflichtig sind. Das erhöht gleich mal das tägliche Leben um einiges.


eh...deshalb meinte ich auch das die wissen müssen was geht und was nicht geht. ich nehme auch nur uns als beispiel weil gerade bei uns viele (fast alle) gemeint haben das wir es nicht schaffen können,... aber ich habe es einmal schon gesagt, wenn man selbst nicht weiß was man einsparen kann und was einem fix übrig bleibt jedes monat dann sollte man alles gleich bleiben lassen. wie soll dann sonst eine bank das beurteilen können wenn man es selbst nicht kann/weiß?

die haben zwar gutes einkommen aber wie du schon gesagt hast, mit 3 kindern wird es nicht leicht...

und in wien oder in der nähe wird um das geld nichts zu finden sein,...

wir sind zwar von den km her nicht weit weg von wien aber außer einen zug (der stündlich fährt) und einen bus (kA wahn dieser fährt) haben wir keine anbindung und trotzdem würde unser grundstück, wenn wir es heute kaufen würden, 10k mehr kosten als vor 30 monaten.

Zitat

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