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Fassade welche Möglichkeiten

32 Beiträge | letzte Antwort 14.1.2017 | erstellt 6.1.2017
Fassade welche Möglichkeiten
Hi,

die Fassade soll wie folgt aufgebaut sein.
http://www.fassaden-dach.de/fileadmin/images/Unterkonstrukt/holzunterkong
In Eigenleistung wird die komplette Unterkonstruktion erstellt, die Frage ist nachher was soll auf die Konterlattung drauf.

Günstig soll es sein ;) klar.
es wird an einigen stellen eine geflämmte Lärchenholz Lattung geben, den rest wollte ich dann mit putzträgerplatten beplanken und vermutzen lassen.

Was kann man als Putzträger nehmen?
Kennt er m² Preise für Eternit Großformat Platten? (nur die platten ohne allem)
Welche Alternativen gebe es noch?
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7.1.2017 10:14
Ökologische Fassade
Schau das deine Materialien ökologisch sind, denn das ganze muss ja mal wieder entsorgt werden!!!!! Du brauchst bei offenen Fugen bei den Holzlatten eine UV stabile, diff.offene Bahn. Die Holzfaserplatte kann verputzt werden, den Zwischenraum kannst du auch mit Holzfaser oder Zellulose ausblasen.
Eventuell könnte eine Holzbaufirma dir Fertigteile vorfertigen, so ersparst du dir lange Montagezeiten!!!

Anbei noch ein Link zu einem Holzfaserhersteller

http://www.schneider-holz.com/holzfaserdaemmplatten.html

Gruß ENB

Zitat

7.1.2017 11:20
Um die Ökologie geht es mir nicht.
Ich will mein Haus nicht in EPS einpacken ja, aber ob ich jetzt Steinwolle "entsorgen" muss, oder Holzfaser die so chemisch behandelt wurde, das sie auch 100 Jahre in der Fassade hält, ist meiner Meinung nach komplett egal ... was ist an Steinwolle bitte nicht ökologisch?

Aber es geht mir nicht darum was hinter der Hinterlüftungsebene ist, mir geht es nur darum was ich auf die Hinterlüftungsebene Schrauben soll.
Mir hat jetzt ein bekannter erzählt er hat OSB Platten, und diese dann direkt genetzt und gespachtelt, angeblich gibts sogar einen Extra spachtel für OSB Platten? kennt sich da wer aus ?
Weil Bluclad liegt bei ~20€/m² das ist mir für den putzträger irgendwie viel zu teuer.

Eine Frage hätte ich noch zu den Fassaden wo sozusagen "nur" das EPS durch Steinwolle ersetzt wird. Klar Viel diffusionsoffener wird es sein, aber trotzdem hat man ja eine direkte beschichtung ohne hinterlüftung, und laut dem Uwert rechner auch einen Kondenswasser ausfall in der Dämmung .... ist das besser als eine EPS Fassade oder eher Bedenklicher?

Zitat

7.1.2017 16:53
Ökologie
Da liegst du leider falsch!! ökologische Dämmstoffe bestehen zu ca.94-90% aus ökologischen Bestandteilen, der Rest ist PMDI, oder eine PE/PA Faser, die du in Kleidung auch trägst. Als Brandschutzmittel wird Amoniumsulfat (Düngemittel) verwendet. Das alles kannst du ganz einfach verbrennen. Mineralische Dämmstoffe musst du deponieren, und das wird meistens teurer!!! der riesige Energiebedarf bei der Herstellung durch Hochofenprozesse mit Erdgas, wird diese Produkte in Zukunft sehr teuer machen, auch weil der CO2 Ausstoß immens hoch ist!!! Aber das ist deine Entscheidung, ob du dir Sondermüll einbaust, oder mit etwas Weitblick baust!!

Für Beschichtung auf OSB Platte wirst du keinen Hersteller finden, der dir dafür garantiert und es deswegen auch keine ETA geben wird!!

In jeder Dämmung wirst du einen Kondensatausfall haben, die Frage ist, kann es austrocknen, oder nicht. Dafür gibt es für solche Anwendungen ja Systeme mit einer Nationalen Zulassung, oder einer ETA.
Finger weg von Beschichtungen auf OSB, oder MDF, oder sonst welche Eigenkonstruktionen. Wichtig ist ein System, dass funktioniert und kein Vermögen beim Rückbau verursacht. Daher mein Tipp, verwende naturnahe Baustoffe, die haben sich immer schon bewährt, man sieht ja anhand von EPS-F dass diese Systeme ein Vermögen bei der Entsorgung verursachen. HBCD hältiges EPS kostet bereits über 3€/Kg für die Entsorgung und darf nicht mehr mit normalem EPS entsorgt werden (EU-Richtlinie)

Alles Gute für deine Entscheidung!!

Zitat

7.1.2017 19:49
ehrlich .... is mir komplett egal ;)
Mineralwolle ist für mich absolut okay, mein gott dann muss man dafür eben steine schmelzen ... Holzfaser wird auch nicht mit 0 Energie zerfasert und wieder verklebt ;) und nein ich baue mir keinen Sondermüll ein, sag mir bitte wo du die Information her hast das Mineralwolle sondermüll ist?

btw das EPS das auf meinem Haus oben war vor der Sanierung (war nur sehr wenig Gott sei dank) hat mich genau 0 Euro Entsorgung gekostet und liegt jetzt schon vermutlich bei irgend jemandem als gebundene schüttung unterm Estrich ;) ... wow total hippes öko upcycling?

Du hast anscheinend nicht verstanden was ich meine, wie soll in der OSB platte bitte Tauwasser anfallen?
Bitte lass deine Tips mit naturnahen Baustoffen, das hier ist kein Öko Fassaden Thread. Ich finde mein Haus Ökologisch genug, du findest kein EPS, ein HWB von Knapp über 20 mit einer EWP als Heizung, und auch sonst gibt es keinen Sondermüll im und am Haus. Und damit reichts imho, Lehmputz und Holzfaser Fassaden sind mir dann einfach zu viel der möchtegern Ökologie.
Mir reichts nämlich, seit 2016 muss ich meinen reinen Ziegelschutt um 48€/t deponieren lassen, 2015 warens noch 24€/t da waren Ziegel noch gut genug um sie unter Straßen zu verbauen ;)

Das hier soll ein Thread sein, bei dem es wirlich nur darum geht welche beplankung man für eine Hinterlüftete Fassade nehmen kann und was diese preislich kosten.

Zitat

7.1.2017 21:54
????
Wo steht, das in der OSB Tauwasser ausfällt?? (Bitte sinngemäß lesen!!)

Was fragst du dann, wenn du e alles besser weist?????

Zitat

8.1.2017 8:09
Wenn du sinnerfassend lesen könntest hättest hier nie gepostet ;), denn Antwort auf meine Frage hast nie gegeben, sondern nur deine Öko Werbung verbreitet.
Und ja da weiß ichs besser, das wegen hab ich das nie gefragt.

Meine Frage dreht sich um was ganz anderes, also Antworte bitte darauf oder schreib deine Offtopic Werbung irgendwo anders rein.

Zitat

8.1.2017 9:55
StoVentec
Du könntest stoventec platten verwenden. Die sind für hinterlüftete putzfassaden konzipiert. Preis weiss ich aber leider keinen.

Zitat

8.1.2017 11:12
StoVentec .. dank schaut sehr ähnlich zum Aquapanel von Knauf zu sein, mal sehen ob ich was über den Preis in Erfahrung bringen kann.

Zitat

8.1.2017 14:35
Lieber Hauslbauer!!

Zitat:
"Was kann man als Putzträger nehmen?
Kennt er m² Preise für Eternit Großformat Platten? (nur die platten ohne allem)
Welche Alternativen gebe es noch?"



Deine 1. Frage war: Was kann man als Putzträgerplatte nehmen! Meine Antwort war, eine Holzfaserplatte!!!
Deine. 2. Frage war: Welche Alternativen gibt es noch! Ich habe dir ökologische Alternativen vorgeschlagen!!

Also mir vorzuwerfen, ich würde hier Öko Werbung machen, weil dir meine Vorschläge nicht passen, ist schlichtweg eine Frechheit!!!
Aber es merkt bei deinen Fragen gleich jeder, dass du immer was reinstellst, damit dich hier irgend jemand bestätigt, oder lobt, um wirkliche Alternativen geht's dir gar nicht!!!

Zitat

8.1.2017 15:02

Zitat:
ENB schrieb: Deine 1. Frage war: Was kann man als Putzträgerplatte nehmen! Meine Antwort war, eine Holzfaserplatte!!!


Putzträger als beplankung ich hab extra den Fassaden Aufbau verlinkt

Zitat:
ENB schrieb: Deine. 2. Frage war: Welche Alternativen gibt es noch! Ich habe dir ökologische Alternativen vorgeschlagen!!


Alternative typen von beplankungen ... ich sag ja sinnerfassend lesen solltest du wirklich niemandem vorwerfen ;)
und
"Günstig soll es sein ;) klar. "
hast du komplett überlesen oder wie? GeorgL hats verstanden ;)

Zitat

9.1.2017 1:58
Fassadenplatten
Cetris und Betonyp-Platten sind zumindest günstig:ca 6,-€/qm netto

Allerdings ist die Verarbeitung nicht ganz einfach und die Verarbeitungsrichtlinien müßte genau befolgt werden.
Bei etwas höheren Ansprüchen sollte ein CAD-Plan erstellt werden

Andreas Teich

Zitat

9.1.2017 7:06

Zitat:
Hauslbauer schrieb: Kennt er m² Preise für Eternit Großformat Platten?



wenn du Eternit ins Auge fasst schau dir mal die Prefa Platten an. ich habe mein Dach mit Prefa anstelle Eternit machen lassen. War von den kosten eigentlich gleich, schaut aber besser aus und weit länger Haltbarkeit.
Noch dazu haben mir so ziemlich alle Dachdecker gesagt das das "gesunde" Eternit eigentlich nur eine härtere Kartonplatte ist und es nur ein frage der Zeit ist bis sie aufweicht.

Vorteil ist das du Farblich eine sehr große Auswahl hast genauso wie bei den Formaten.

http://www.prefa.at/produkt-katalog/#fassadensysteme

Zitat

9.1.2017 9:00
Fassadendämmung
Wenn du ohnehin nichts gegen Verputz hast würde ich Stegträger senkrecht an die Wand schrauben,
darauf 40 oder 60 mm Holzfaserplatten schrauben oder klammern (Edelstahl)
Hohlraum mit Zellulose dämmen
Platten mit mineralischem Putz und ggf Reinsilikatfarben streichen

Auch wenn's Öko ist ist's technisch und bauphysikalisch eine einwandfreie, zuverlässige Konstruktion.
Tauwasserausfall fällt nicht an bzw wird jederzeit kapillar abgeführt.
Ich habe mehrere Gebäude mit dieser Konstruktion geplant bzw ausgeführt.

Wenn in einer Fläche nebeneinander Holzverkleidung und Putzfassade liegen kann bei den Holzflächen eine dünnere Schicht auf die Stegträger aufgebracht werden- bei Rhombusbrettern genügt 10 mm Konterlattung- damit alles in einer Ebene liegt.

OSB-Platten verputzen funktioniert nicht zuverlässig und wäre von den notwendigen Grundierungen und Abdichtungen her viel zu viel Aufwand. Bei der kleinsten Undichtigkeit Quellen die Platten auf.

Andreas Teich

Zitat

9.1.2017 15:52

Zitat:
AnTeMa schrieb: Wenn du ohnehin nichts gegen Verputz hast würde ich Stegträger senkrecht an die Wand schrauben,
darauf 40 oder 60 mm Holzfaserplatten schrauben oder klammern (Edelstahl)
Hohlraum mit Zellulose dämmen
Platten mit mineralischem Putz und ggf Reinsilikatfarben streichen


Daran hatte ich auch schon gedacht, aber damit ist meine Hinterlüftungsebene nicht mehr gegeben, und irgendwie habe ich laut Berechnung bei dieser Variante gewaltig mehr Tauwasser im system :/ und natürlich is der Hitzeschild gegenüber der hinterlüfteten deutlich geringer.

Die Gründe die am ende des Tages dagegen gesprochen haben waren bei mir:
1. merklich teurer als mein aktuell geplanter aufbau, da weniger Eigenleistung möglich ist und der Dämmstoff an sich merklich teurer ist.
2. die oberste Schicht auf der Dämmung ist ein Putz der sehr diffusionsdicht ist, und daher Wasserdampf nur sehr schwer nach außen lässt, bei der anderen Variante ist die oberste schickt eine diffusionsoffene Unterspannbahn.
3. die Sonne heizt im sommer direkt den Dämmung auf was bei der Hinterlüftung nicht der fall ist.

Dämmung wärst dann laut Hersteller angaben irgendwo vermutlich bei 0,45 für zellulose und trägerplatte im mittel, wohingegen du bei der hinterlüfteten druchgehend 0,32 hast :/

Oder hab ich hier irgendwo einen schweren Denkfehler? Denn in meinen Augen bekomme ich einen merklich schlechteren Dämmwert mit mehr Tauwasser zum erhöhten Preis. (Wenn man die Ökologie des Dämmstoffes mal außen vor lässt)

Zitat:
AnTeMa schrieb: Cetris und Betonyp-Platten sind zumindest günstig:ca 6,-€/qm netto


Danke für den hinweis, schaut sehr interessant aus.

Zitat:
maider187 schrieb: War von den kosten eigentlich gleich


Hast du hier einen Groben richtpreis für mich pro m² von der platte ansich ohne allem anderen?

Zitat:
AnTeMa schrieb: OSB-Platten verputzen funktioniert nicht zuverlässig und wäre von den notwendigen Grundierungen und Abdichtungen her viel zu viel Aufwand. Bei der kleinsten Undichtigkeit Quellen die Platten auf.


Danke, das dacht ich mir schon darum wollt ich hier auch nochmal Fragen obs da mehr infos gibt.

Zitat

10.1.2017 9:04
Günstige, ökologische Außendämmung
Hauslbauer@
Bauphysikalisch ist die von mir beschriebene Außendämmung absolut einwandfrei.
Mineralischer Putz ist diffusionsoffen und auch der Sd-Wert von Reinsilikatfarbe fast bei Null.

Feuchtigkeitsanreicherungen gibt's bei diffusionsfähigen, kapillarfähigen Dämmstoffen bei solchen Konstruktionen nicht
und auch der Hitzeschutz ist aufgrund des C-Wertes von 2100 und wesentlich höherem Gewicht solcher Dämmstoffe erheblich besser.
Stelle doch deine Rechnung hier vor, am besten deine Variante gegenüber zB meiner-
dann läßt sich's direkt vergleichen.

Bis auf den Verputz ist alles selbst durchführbar, wobei der durch Platten ersetzt werden könnte.

Meine Zellulose-Einblasmaschine habe ich auch schon verliehen
und Dämmmaterialien wie Zellulose und Holzfaserplatten günstig liefern lassen.

Wenn du die zu dämmenden Flächen angibst könnten die Kosten genauer verglichen werden.
Du könntest aber auch auf die Stegträger zementgebundene Faserplatten befestigen.

Andreas Teich

Zitat

10.1.2017 9:14

Zitat:
Hauslbauer schrieb: Hast du hier einen Groben richtpreis für mich pro m² von der platte ansich ohne allem anderen?



37,85€ /m² exkl. für meine Dachschindel 42x24 cm inkl. Verlegung.

schaut so aus
http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=408787

Zitat

10.1.2017 17:55
und ohne Verlegung? ;)

Wieviel kostet einblasdämmung eigentlich pro m³? bei 16cm Stärke bräuchte ich vermutlich so schwach 50m³ Dämmung ... und diese 4cm Putzträger kosten /m² ~12€ exkl. kommt das hin?

so habs noch mal schnell ca. im u-wert eingegeben ... dämmung ist zumindest vergleichbar, da man ja dadurch 4cm mehr dämmung hat.
Aber auf u-wert gibts tauwasser in der Holzfaser Fassade
Hinterlüftet:
...


Holzfaser:
...

Zitat

10.1.2017 20:53

Zitat:
Hauslbauer schrieb: und ohne Verlegung? ;)



kein Ahnung

Zitat:
Hauslbauer schrieb: Wieviel kostet einblasdämmung eigentlich pro m³? bei 16cm Stärke bräuchte ich vermutlich so schwach 50m³ Dämmung



da kann ich es dir genau sagen habe es gerade erst vor Weihnachten gemacht. 2800kg in 10h verarbeitet

Zellulose 0,80€ exkl. pro kg. Es werden ca 55kg/m³ benötigt.

Zitat

10.1.2017 21:25
was is eigentlich der unterschied zwischen Zellulose und Holzfaser einblas dämmung?

Zitat

10.1.2017 21:48
Unterschied Zellulose- zu Holzfasereinblasdämmung
Zellulose = altes Zeitungspapier mit Borax/Borsäure versetzt
Holzfaser = zerfasertes holz mit solchen Stoffen wie oben versetzt,

Vom Recyclinggedanken her ist Zellulose besser, es ist auch vom Material her lockerer und kann daher mit geringerem Gewicht eingeblasen werden.

Wer ein neues,'sauberes' Material haben will nimmt wohl eher Holzfasern.

Das Ausgangsmaterial ist aber in beiden Fällen Holz

Andreas Teich

Zitat

10.1.2017 22:06

Zitat:
AnTeMa schrieb: Zellulose = altes Zeitungspapier mit Borax/Borsäure versetzt
Holzfaser = zerfasertes holz mit solchen Stoffen wie oben versetzt


der unterschied war mir klar ;)
meinte mehr so was wie, was ist eher für aussen dämmung geeignet, was hat den besseren dämmwert, was ist residenter gegen wasser und tiere usw.

Wie ist das eigentlich beim einblasen, irgendwiehätt ich da angst das es zu starken dichte unterschieden kommt, und so der dämmwert nicht konstant ist bzw. das sich das material dann selbst verdichtet und setzt und man dadurch dann sozusagen "Löchter" hat.

Zitat

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