» Diskussionsforum » Energie- und Haustechnik-Forum

Was kostet eine Heizung mit Wärmepume?

64 Beiträge |
letzte Antwort 12.9.2017 |
erstellt 4.3.2016

hier fliegen sehr oft zahlen hin und her die ganz schlecht zu vergleichen sind.
der eine spricht nur von der wärmeerzeugung, der andere hat warmwasser und fbh auch dabei. der nächste auch die quelle.

zur groben orientierung und um systeme wie erdwärme mit flachkollektor oder tiefenbohrung und luftwärme eco (laut) und premium (leise) besser vergleichen zu können und ein gefühl für die kosten heutzutage im vergleich zu holzkesselheizungen oder gasthermen zu bekommen, habe ich jetzt vergleichbare angebote mit identen vorgaben eingeholt.

das ist mir ein anliegen weil hier so viel nicht verwertbare eher verwirrende information rumgeistert.

ich werde später exemplarisch auch vorzeigen wie ein abwehrangebot aufgebaut ist wenn ein heizunsgbauer den kunden mittels preis zu seinem bevorzugten system lenken will...
 1 2...... 3 4 >
4.3.2016 13:12
Ich hab für 1 und dieselbe pumpe 3 verschiedene preise bekommen die um 3000€ ausseinandergingen 😳

Zitat

4.3.2016 13:30
klassisches efh mit 150m², 6kw heizlast


pos1: -> wärmeerzeuger
wärmepumpe inkl quelle samt warmwasser,
verrohrung, material & anschließen.
füllen, spülen & aufbereiten lt önorm,
thermosysphon
werksinbetriebnahme

pos2: -> wärmeverteilung
2x fbh-verteiler unterputz 8-fach
fbh-rohr mehrschichtverbund 1500m
systemplatten
hauptleitungsmaterial gedämmt
wandheizung bad 4m²
temperaturfolie
systemzubehör, anschlußmaterial

eigenleistung: verlegen des kollektorrohres und der fbh in absprache mit dem installateur, baggerstunden

pos1:

premium-sole-wp modulierend, kompaktgerät, ringgrabenkollektor
-> € 12.000,-

premium-sole-wp modulierend, externer ww-speicher, ringgrabenkollektor
-> € 13.000,-

premium-sole-wp modulierend, tiefenbohrung
-> € 16,500,-

premium-luft-wp splitgerät
-> € 15.000,-

eco-luft-wp monoblock
-> € 10.500,-

pos2:
-> € 4.500,-

es handelt sich zugunsten der vergleichbarkeit um idente fabrikate desselben herstellers
alle preise exkl

bei den luft-wp kommt noch sockel/fundament für die außenaufstellung dazu.

ich schreibe das hier weil 80% der bauherren und baufrauen mit denen ich zu tun habe darauf geimpft sind daß erdwärme € 10.000,- aufpreis kostet.
das stimmt einfach nicht.

die genannten preise dienen der orientierung und sind so oder ähnlich bei 90% der neu gebauten efh umsetzbar.

natürlich gibt es standorte an denen es zu diesen bedingungen nicht geht. wien ist bsplw in jeder hinsicht ein teures pflaster...

Zitat

4.3.2016 15:05
Hallo,
würdest du auch das Fabrikat verraten?? Sind gerade auf der Suche nach einer LWP zum Heizen für FBH und WW ...
Vielen Dank und lg

Zitat

4.3.2016 15:30
Also das mit der WP+TB kann ich so unterschreiben. Aber viel spatzi für den HB ist da nicht drin

Zitat

4.3.2016 15:35


w2195hb schrieb: würdest du auch das Fabrikat verraten??


Lass mich mal raten: KNV?

Zitat

4.3.2016 15:36
Richtig

Zitat

5.3.2016 13:12


w2195hb schrieb: würdest du auch das Fabrikat verraten??


folgende maschinen finden sich im angebot...

solemaschine
http://knv.at/index.php/knv-produkte/produkte-innovationen/sole-wasser-ww

premium-luft-wp-splitgerät
http://knv.at/index.php/knv-produkte/produkte-innovationen/luft-wasser-we

eco-luft-wp-monoblock
http://knv.at/index.php/knv-produkte/produkte-innovationen/luft-wasser-w0

bei einem splitgerät steht kompressor und regelung im haus, der kältekreis ist aufgeteilt und verbindet die wp mit dem außengerät (verdampfer).

bei einem monoblock steht die gesamte technik (kompressor, regelung) im freien. die verbindung zum haus (ww-speicher, heizung) erfolgt über wasserkreise.

diese form ist zunehmend bei heizungsbauern beliebt weil sie keinen kältetechniker zum anschließen und inbetriebnehmen brauchen, sondern das allein machen können (nur wasseranschlüsse)

es geht hier aber gar nicht um die marken, das bild gibt es so ähnlich bei jedem hersteller. die preise differieren nicht so sehr...


muehlviertler schrieb: Aber viel spatzi für den HB ist da nicht drin...

sind sicher scharf kalkulierte preise, aber unverhandelt und mit den hochwertigsten komponenten von wp bis sole- u heizkreisverteiler bis rohrmaterial...

ich denke daß sich diese preise so ziemlich exakt bei richard und hannes17 in den anboten finden...

wenn man natürlich an einen heizungsbauer kommt für den es keine heizlast unter 10kw gibt wird alles teurer:
maschine, installation, quelle. pufferspeicher, externe pumpen, mischer, err, etc sind weitere beliebte preistreiber.

die kosten einer tiefenbohrung folgen direkt der geforderten leistung (im gegensatz zu einer brunnenquelle)...

Zitat

7.3.2016 12:01
Ich hab hier ein Angebot liegen:

EFH ca. 150m^2 Wohnfläche, 188m^2 Fußbodenheizung (2 Kelleräume zusätzlich)
Heizleistung 7,6KW
Wärmepumpe Junkers STE 80-1 (Ist das eine "premium" sole wp??)
Tiefenbohrung Zweikreissonde 2x75m

WP+WW: ca. 10k
Tiefenbohrung: ca. 9,5k
Fußbodenheizung : ca. 6,5k

Also insgesamt 26k exkl. ohne Eigenleistung.
Darauf noch 1k Rabatt.

Was sagt Ihr dazu?

Zitat

7.3.2016 21:43


Altromondo schrieb: EFH ca. 150m^2
Heizleistung 7,6KW

bei ekz 24 und kwl, also passivnahe würde ich von eher der halben heizlast ausgehen. was sagt denn der ea zur heizlastabschätzung?


Altromondo schrieb: Ist das eine "premium" sole wp??

kenn ich zuwenig.
ist jedenfalls baugleich mit bosch und eine umgelabelte buderus


Altromondo schrieb: Tiefenbohrung Zweikreissonde 2x75m

gibts einen grund für 2 sonden? unter normalen bedingungen ist eine effizienter.

bei durchschnittlichem boden würde bei dir wahrscheinlich 100m reichen, das bekommt man um gut die hälfte wie in deinem anbot.

dann paßt auch der gesamtpreis.

die richtige dimensionierung machts...

Zitat

8.3.2016 9:35
@dyarne:

ich hab mal eine grundsatzfrage zu moduliereneden Wärmepumpen. Wende mich da an dich, da ich deine Beiträge immer sehr spannend, informativ und vor allem qualitativ hochwertig finde.

Dass eine Modulation sinn macht ist mir grundsätzlich klar. Angepasste Leistung an den entsprechenden Verbrauch.
Aber geht das nicht stark auf die Haltbarkeit bzw. Lebensdauer des Kompressors. ich stelle mir vor, dass ein Kompressor, welcher im Winter mit zB mit einem Takt durchläuft und immer die gleiche Leistung bringt länger lebt als ein Kompressor, welcher zB in der Übergangszeit im Laufe eines Tages vielleicht auch nur einen oder zwei Takte hat, aber ständig die Leistung ändert.
Als offtopicfrage weils mMn zum Thema (on/off) Wärmepumpen passt: Was genau ist der Unterschied zwischen einem Puffer und einem Lastausgleichsspeicher.

Zitat

8.3.2016 9:41


StefanP schrieb: Aber geht das nicht stark auf die Haltbarkeit bzw. Lebensdauer des Kompressors


das anstrengenste für den Kompressor ist der Start. Du musst dir das so vorstellen der Kompressor geht sofort auf Vollgas. Von 0 auf 100% in den ersten 30 Sek. Das ist wie, wenn du mit dem dritten Gang anfährst und voll im Gas stehst. Die modulierende Schaltet bei 1500 touren bereits in den 2. Gang etc..
Ein kontinuierlicher Betrieb auf halber Last ist somit viel sanfter als ständig Start/Stopp.

Zitat

8.3.2016 18:34


dyarne schrieb: bei EKZ 24 und KWL, also passivnahe würde ich von eher der halben heizlast ausgehen. was sagt denn der ea zur heizlastabschätzung?


Hier mein Energieausweis:

Ich habe leider Schwierigkeiten diesen zu lesen. Wie kommt man aus den Daten des Energieausweis auf die Heizlast?

http://www.energiesparhaus.at/bilderupload2016/20160308224513.PNG


Zitat

11.3.2016 14:16


StefanP schrieb: da ich deine Beiträge immer sehr spannend, informativ und vor allem qualitativ hochwertig finde...

vielen dank, kann das nur zurück geben.
schätze auch dein großes knowhow, daß du hier teilst...


StefanP schrieb: Aber geht das nicht stark auf die Haltbarkeit bzw. Lebensdauer des Kompressors. ich stelle mir vor, dass ein Kompressor, welcher im Winter mit zB mit einem Takt durchläuft und immer die gleiche Leistung bringt länger lebt als ein Kompressor, welcher zB in der Übergangszeit im Laufe eines Tages vielleicht auch nur einen oder zwei Takte hat, aber ständig die Leistung ändert...

richard hats schon richtig gesagt.
der knackpunkt für den verschleiß sind die starts, bis sich der kältekreis eingeschwungen hat, bis sich die temperaturen kolben/zylinder eingependelt haben, laufspiel und schmierung...

eigentlich wie beim auto:
bei taxis, die nie kaltstarts haben lebt der motor 500.000km und mehr
bei autos die öfter kaltstarts haben rund 200.000km

die lastwechsel würde ich als überhaupt kein thema sehen, weil aus dem laufenden betrieb heraus.

die maschine wechselt auch nicht wild rauf und runter sondern ist in der leistungsanpassung ziemlich gedämpft. viel stärker als beim umschalten von heizen auf ww-takt.

natürlich kommen bei einer modulierenden maschine deutlich mehr laufstunden zusammen.

bsplw 3000 statt 2000 pro winter. diese allerdings oft in einem 'gemütlichen' arbeitspunkt, den heizen sowieso für eine wp darstellt.

man kann der maschine den unterschied zwischen ww-produktion und heizen direkt anhören. manche glauben sie hätten einen 2-stufigen kompressor, ist aber nur die erhöhte anstrengung durch hohen druck im kältekreis um auf > 50° vl-temperatur zu kommen.

als richards planungsfaden (im htd) letztes jahr begann hab ich ihm von der modulierenden eher abgeraten, quasi braucht kein mensch bei einer solemaschine. bin aber mittlerweile ziemlich angefixt von der technik; ist einiges komplexer als on/off maschinen in der technischen vielfalt, man hat aber dadurch auch mehr möglichkeiten mit parametern zu spielen.
gerade in schwierigen verhältnissen wie altbau, heizkörper, etc.

bin gespannt wie es mir beim direkten wechsel on/off zu modulierender heuer gehen wird...


StefanP schrieb: Was genau ist der Unterschied zwischen einem Puffer und einem Lastausgleichsspeicher...

ist dasselbe.
puffer ist eine etwas unspezifischere bezeichnung, kann auch ein puffer für warmwasser, abtauen, solare erträge, etc sein.

Zitat

11.3.2016 19:22
Hi Arne und Forumsgemeinde,

ich lese jetzt schon eine ganze Weile bei euch mit im Forum und finde es genial, was du und andere Zeit und Energie investieren, um anderen energetisch behilflich zu sein.
Dieser Thread kommt mir natürlich besonders entgegen, da ich mitten in der Konzeptionierung des Heizsystems für mein Hausplanungsprojekt stecke. Danke für die Zahlen!

Nach ein paar abstrusen Heizungsauslegungen von vermeintlichen Profis (>10 kW) habe ich jetzt die Sache selbst in die Hand genommen. Aufbauend auf einen Beitrag im htd-Forum habe ich ein Excel Sheet gebastelt, um meine Heizlast selbst zu berechnen. Das Ergebnis war war ziemlich genau 7 kW für 160 m2 beheizte Fläche, Bungalow ohne Keller, 50er Ziegel, Internorm KF410, Flachdach ext. begrünt.

Halten die Experten die Berechnung auf den ersten Blick für machbar oder weit weg von der Realität?

Zitat

11.3.2016 20:31


Altromondo schrieb: Wie kommt man aus den Daten des Energieausweis auf die Heizlast?


Die steht im Energieausweis unter "Heizlast ptot". Einfach danach suchen auf einer der Seiten.

Zitat

11.3.2016 22:17
Ptot steht nirgends in meinem Energieausweis

Ich hab mittlerweile 4 Angebote für eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung.

(Alle Preisangaben in Euro und exklusive Mehrwertsteuer)

Firma 1: (Wärmepumpe Kombigerät mit 7,6KW und 185l Warmwasser, 2x75m Bohrung)

Bohrung: 9k
Wärmepumpe: 9,5k
Fußbodenheizung: 6,5k
-----
Gesamt: 25k
.

Firma 2: (Wärmepumpe mit 7KW, 500 Liter Hygienespeicher, 2x70m Bohrung)

Bohrung: 6,5k
Wärmepumpe: 11,5k
Warmwasser: 2k
Fußbodenheizung: 5,5k
------
Gesamt: 25,5k
.

Firma 3: (Keine Details nachgefragt, weil Preis zu hoch)

Wärmepumpe und Bohrung: 27k
Warmwasser: 2k
Fußbodenheizung: 7k
------
Gesamt: 36k
.

Firma 4: (Keine Details nachgefragt, weil Preis zu hoch)

Bohrung: 15k
Wärmepumpe: 21k
Fußbodenheizung: 7,5k
------
Gesamt: 43,5k
.

Ich hätte zur Zeit gern: (Durch das Forum beeinflusst... )

Modulierende KNV Topline 1155 PC Wärmepumpe mit Kühlfunktion
300 Liter Warmwasserspeicher

Geht sich das um 25k inkl. Fussbodenheizung aus? (Mit Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, paar Jahre Garantie und allem drumherum.)

Und wie komme ich zu einer guten Auslegung?

Zitat

21.3.2016 10:36


Altromondo schrieb: Ptot steht nirgends in meinem Energieausweis

dann vielleicht 'heizlastabschätzung' oder ähnliches?
irgendwie stehts fast immer drinnen. ev den ersteller fragen...


Altromondo schrieb: Geht sich das um 25k inkl. Fussbodenheizung aus?

ja, tut es...

die bohrung sollte man sich noch genau anschauen, normal ist eine tiefe bohrung deutlich besser als 2 seichte...
auch ist die hydraulik sehr wichtig, anzahl und durchmesser der kreise...

für die 1155 wären bei deiner heizlast ideal
1 x dn40
oder
2 x dn32


Altromondo schrieb: Und wie komme ich zu einer guten Auslegung?

bist am besten weg dazu ...

Zitat

21.3.2016 11:02


dyarne schrieb: man kann der maschine den unterschied zwischen ww-produktion und heizen direkt anhören


Das kann ich bei der geotherm auch hören.


dyarne schrieb: bin gespannt wie es mir beim direkten wechsel on/off zu modulierender heuer gehen wird...


Bin auch schon gespannt.

Ich verstehe nur nicht, warum Vaillant immer noch keine modulierende hat. Die müssen sich von der Qualität des Kompressors ja sehr viel erhoffen bei 10 Jahren Garantie.


dyarne schrieb: ist dasselbe.


Ok. also doch soviel unterschied.

Zitat

30.3.2016 13:15
servus rabaum, bist mir durchgerutscht...


rabaum schrieb: Das Ergebnis war war ziemlich genau 7 kW für 160 m2 beheizte Fläche, Bungalow ohne Keller, 50er Ziegel, Internorm KF410, Flachdach ext. begrünt.
Halten die Experten die Berechnung auf den ersten Blick für machbar oder weit weg von der Realität?

eher sogar oberes ende der skala...

je nach lüftung (kwl) und standort würde ich da eher richtung 5-6kw erwarten...

Zitat

30.3.2016 15:04
@ dyarne, kein Problem


dyarne schrieb: eher sogar oberes ende der skala...


kristallisiert sich immer mehr heraus.

In der Zwischezeit hat sich schon wieder einiges getan. Energieausweis vom Baumeister kommt auf ca 6,5 kW Heizlast. Der ebenfalls aus dem Forum bekannte und angefragte Tiefbohrer For* aus St. F* würde unter Einbeziehung der Spitzenabdeckung durch den 6kW-Heizkamin im Wohnbereich sogar leicht unterdimensionieren. 1 x 110 Meter Tiefenbohrung sind das Ergebnis des Angebots. Mühlviertler Granit sei Dank

Jetzt werde ich mal die Tournee zu Heizungsbauern angehen, die vorzugsweise eine vollmodulierende KNV im Programm haben.

Zitat

30.3.2016 16:12
Ich bekomme nächste Woche endlich meine 120m Bohrung durch die oben genannte Firma. Wärmepumpe und Speicher stehen schon bereit. Knv 1155-6 und 300 greenwater Speicher. Ebenfalls Granit. Bin schon gespannt!

Zitat

 1 2...... 3 4 >



Beitrag hinzufügen? Einloggen oder kostenlos registrieren! [Mehr Infos]