144 Beiträge | erstellt 5.5.2012 | letzte Antwort 7.9.2012
Macht ein E-Auto derzeit Sinn?
Da sich hier viele Enthusiasten umweltschonender Technologien herumtummeln, hat der eine oder andere sicherlich schon Erfahrung mit E-Autos sammeln können. In den großen Auto-Foren sind E-Autos immer noch ein wenig diskutiertes Thema...
Was sind die aktuelle besten E-Autos, wenn man nicht nur aufs sparsame Pendeln, sondern manchmal auch längere Strecken aus ist?
Langstrecke u. aktuelle E-Autos
vertragen sich nicht wirklich.
Dies gilt besonders auch deshalb, da mit E-Autos die altbewährte jedoch einfallslose Strategie verfolgt wird die da lautet: Serienreife E-Autos müssen in jeder Beziehung (Beschleunigung, Leistung, Höchstgeschwindigkeit, Nutzlast u. Personenbeförderungskapazität, blitzschnelle Betankbarkeit, Reichweite, etc.) mit den konventionellen Autos vergleichbar sein.
Alle Abweichungen davon werden ihnen als unverzeihliche Schwächen angekreidet.
Ein solcher Verbrauch lässt sich nun mal mit kraftstrotzenden, tonnenschweren E-Autos mit "sportlichen" Fahrleistungen nicht realisieren.
Somit macht der derzeitige Hype aus ökologischer Perspektive nicht viel Sinn oder ist sogar kontraproduktiv.
Ampera oder Prius oder
Honda Insight, den bin ich schon gefahren. Leider war er für meine Bedürfnisse zu klein.
Wenn´st kostengünstig und umweltfreundlich unterwegs sein willst, dann kann ich Dir einen lustige Thread hier empfehlen:
http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=265116 & die Berechnungen vom ADAC stimmen alle; der Wertverlust ist natürlich in den Vollkosten mit drinnen.
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Nein, macht dezeit keinen Sinn.
Fossiler Sprit ist noch viel zu günstig zu haben und der Staat hat kein Interesse eine seiner lukrativsten Einnahmequellen (Sprit) zu verlieren.
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Der ADAC berücksichtigt keine Lebenserwartung und auch keine Ausfallsstatistik der Motoren. Es fehlen auch sämtliche Rahmenparameter, wie z.B. die Entfernung und die Dichte der Tankstellenversorgung. Auch geht die Berechnung davon aus, dass BiFuel nur mit CNG und nie mit Benzin gefahren werden, was die Reichweite eklatant einschränkt und die Infrastrukturthematik noch stärker wirken lässt. Unterm Strich sind alternative Antriebe in derzeitiger Ausprägung uninteressant.
Eine deutsche Studie kam 2011 zum Schluss, dass ein Benziner mit 3l/100km beim derzeitigen deutschen Strommix umweltfreundlicher fährt als ein Elektroauto. Schuld daran ist der Kohle-, Öl-, Gas- und Atomstrom im Netz. In Österreich sind wir mit der Wasserkraft etwas besser bedient, die Energiemenge, die derzeit per Benzin oder Diesel in die Mobilität der Österreicher fließt, könnte aber ohne zusätzliche Kraftwerke und Stromleitungen nie per Elektrizität befriedigt werden.
Kleine Elektroautos für die Städter sind in naher Zukunft sicher interessant, für Pendler oder weite Strecken sind die Akkus viel zu teuer und kurzlebig und bieten keine zufriedenstellende Reichweite. Es gibt zwar Rangeextender, dies führt meiner Meinung nach jedoch die Idee des Elektroautos ad absurdum.
aktuell will man die sinnvollen e-autos noch nicht verkaufen
2015 ist wohl international vereinbart, da laufen auch steuerbegünstigungen aus und die deutschen sind mit den japanern endlich gleichauf:
http://www.trendsderzukunft.de/toyota-1000-km-reichweite-fur-elektroautos-dank-neuartiger-batterie/2011/10/25/
http://www.dailygreen.de/2012/05/04/verband-der-deutschen-automobilindustrie-sieht-e-mobilitat-auf-gutem-weg-33797.html
toyota hat ja schon länger mit tesla kooperiert: http://www.teslasociety.com/nyautoshow.htm
die frage ist dann, ob man damit billig eine conversion a la http://www.nie-mehr-benzin.de/ realisieren darf oder nur die neuwägen kaufen darf - immerhin zahlen e-mobile ja (noch) keine steuer...
hier mal ein viedeo:
ich finde das ja sowieso für höchst fragwürdig: stromheizen ist ganz pfui, aber e-mobility gaaanz grün und supi... weil der strom im auto ein schöneres mascherl hat.
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Ist ja das Gleiche mit Gas. Zum Heizen pfui und von gestern, in Autos die Zukunft und supersauber, obwohl der Energieverbrauch für Mobilität den der Haushalte schon längst übersteigt (30.000km/a sind rund 20.000kWh, und das pro Haushalt vielerorts mal 2).
Kostenvergleich
http://www.fuel-pilot.de/
Hier kann man schön verschiedene Antriebsvarianten gegeneinander antreten lassen.
Zusätzlicher Strom für neue E-Autos kommt in Europa vor allem von neuen Erdgaskraftwerken. Da verbrenne ich das Erdgas gleich lieber im Auto, als den Umwandlungsverlust über den Strom hinzunehmen.
Die Besteuerung von Strom ist das nächste Problem. Während Erdgas nur mit einem eigenen Zähler mit anderem Preis zu hause getankt werden dürfte (das macht eigentlich niemand), kommt der Strom relativ gering besteuert aus der Steckdose. Würde man die gleiche Besteuerung, wie für Benzin oder Diesel anwenden, kommen die E-Autos auch beim Fahren viel teurer. Bei einem Run auf E-Autos, brechen dann Steuern weg, die der Staat wieder reinbringen muss. Ich kann mir dann nur eine fahrleistungsabhängige Maut z.B. mit GPS Sender vorstellen, da man nie kontrollieren kann wo der Strom gezapft wird.<
Falls sich jemand für Erdgas als Antrieb interessiert:
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...so ein Tesla hat einen 40kWh akku. Eine Vollladung würde mich ca. 10€ Stromkosten kosten. -> Reichweite ca. 250km (unter optimalen Umständen (keine sonstigen el. Verbraucher) im Winter mit voller Heizung rechne ich da eher mit 150km wenn überhaupt)
-ergibt 4l auf 100km (im Winter dann 6.6l auf 100km) bei Anschaffungskosten die nicht leistbar sind.
Ich fahre z.Zt mit meinem 17Jahre alten Diesel mit ca. 6.5l durch die Lande (Kombi mit 1.6t). Was hat die Autoindustrie die letzten 17Jahre gemacht?
...
Sag' ich ja. Alternative Antriebe sind uninteressant. Ich bewege meinen 140PS Diesel Golf mit 4-5l, je nach Streckenprofil. Da ist weder Erdgas noch Elektro interessant. Und solange der Strom aus der Steckdose kommt, ist es ökologisch reine Augenauswischerei.
öha da verpass ich ja gerade was...
betreff Kostenvergleichsrechnung darf ich auf den Opel Ampera Thread, die völlig korrekten Berechnungen des ADAC verweisen und www.fuel-pilot.de
http://www.adac.de/_mmm/pdf/g-b-d-vgl_47097.pdf
...und mein Strom kommt von meinem Dach....(solange es hell is...)
Ja, vollkommen korrekt, nur fehlen die wesentlichen Punkte.
Der ADAC berücksichtigt keine Lebenserwartung und auch keine Ausfallsstatistik der Motoren. Es fehlen auch sämtliche Rahmenparameter, wie z.B. die Entfernung und die Dichte der Tankstellenversorgung. Auch geht die Berechnung davon aus, dass BiFuel nur mit CNG und nie mit Benzin gefahren werden, was die Reichweite eklatant einschränkt und die Infrastrukturthematik noch stärker wirken lässt.
Und dann schaut man sich mal die realen Kostenunterschiede in der Tabelle an.
...auf 10 Jahre
gerechnet und 10.000 km pa, ergibt sich ein Kostenvorteil vom CNG von 4300 EUR (4,3ct*10000*10)/100 wenn´st in den 10 Jahren 15000 pa fährst, dann hast auf die 10 Jahre:4800 EUR (3,2ct*15000*10)/100 mit dem CNG eingespart.
und von den Umweltauswikungen, weil viel weniger Schadstoffe, wollen wir gar net reden.
Aktuell werden bei bis zu drei Jahren alten Fahrzeugen - oder bis 100.000 Kilometer Laufleistung - die vollen Kosten erstattet, bis sechs Jahre oder 200.000 Kilometer ist die Kulanz anteilig. Bei einer Laufleistung von 200.000 Kilometern übernehme Volkswagen laut Technologiesprecher Hoffmann noch die Hälfte der Kosten eines Steuerkettentauschs, da bei diesem Alter andere Belastungen nicht ausgeschlossen werden könnten.
@peter
Ja, wenn du nur mit CNG fährst, eine Erdgas-Tankstelle um die Ecke hast und davon ausgehst, dass ein CNG Motor so lange hält wie ein Dieselmotor. Rechne dir die ganze Geschichte mal mit 20% Benzinbetrieb und 80% CNG, oder mit 10-20km Umweg alle 450km zur nächsten Tankstelle aus, dann schaut die Sache etwas anders aus. Ob der CNG die 10 Jahre à 30.000km oder 300.000km durchhält ist auch fraglich.
Dass Erdgas die Umwelt weniger belastet, habe ich nie bestritten. Du hast im ersten Thread Anfangs jedoch etwas von bis zu 75% Einsparung gefaselt, was schlicht falsch ist. Bei 30.000km bist du bei reinem CNG Betrieb um genau 2,3c/km günstiger dran. Das sind 2,3/31,6*100 = 7,27%. Wie gesagt bei reinem Erdgasbetrieb. Und die 4.800 Euro in 10 Jahren sind doch ein Witz. Wenn ich statt den 160PS den in Österreich vollkommen ausreichenden 110PS nehme, habe ich nach 10 Jahren deutlich mehr gespart und bin ebenso schnell von A nach B gekommen.
Die Kulanzlösung wirst du dir auf den Hut picken können, wenn du keine 15.000km Services in der Werkstatt machst. Und sobald du sie machst, bist du mit den Servicekosten deutlich über einem Diesel.
@peter und dandjo
nur so zur Vorbeugung: Dieser Thread soll nicht schon wieder nur zur Austragung persönlicher Differenzen zwischen Ihnen ausarten. Wir werden also jeden Beitrag, der auch nur einen Ansatz von Beleidigung hat oder nicht zum Thema passt ohne Rückfrage löschen.
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Aber ich sehe das relativ entspannt. Der Preisvorteil, selbst wenn man ihn sich schönrechnet, interessiert doch die wenigsten. Wie lange ist Erdgas schon billiger? Sieht man sich dann die Leistungen der neu zugelassenen Autos an oder blickt einfach nur mal auf die Straße, sieht man sehr deutlich, dass nicht das Sparen im Vordergrund steht. Jemand, der sich einen BMW X3 leisten kann, dem sind die 4.800 Euro in 10 Jahren herzlich wurscht. Der legt sich eher um den Preis 285er Patschen mit 19 Zoll um zu, damit der X3 so richtig schluckt.
Das ist auch genau der Grund, warum Elektroautos derzeit nicht funktionieren. Die müssen eben auf Grund der schon schweren Akkus und geringen Energiedichte leicht sein. Einen 2 Tonner zu bewegen wird dann eben ziemlich ineffizient. In Wahrheit könnten wir Elektroautos bauen, die mehr als 1.500km in einem Stück schaffen, nur sind die klein, aerodynamisch, vielleicht nicht protzig (obwohl das Design sicher auch schick zu machen ist) und vor allem leicht. Spießt sich leider im Preis, denn leichte Baustoffe (Glasfaserverbund und ähnliches) sind eben teuer.
Ich traue mich zu behaupten, dass der Umstieg der breiten Masse erst erfolgt, wenn der Spritpreis die 5 Euro Marke kratzt (gab erst kürzlich eine lustige Sendung, bei der den meisten der Preis gar nicht aufgefallen ist :) ). Wenn dann ein Tank statt 70 Euro über 200 Euro kostet, werden die Alternativen interessant. Mobilität ist derzeit einfach viel zu billig (man siehts ja an den Landschaftsstrukturen, die nach wie vor auf mehr Mobilität getrimmt werden - Beispiel: Einkaufszentren außerhalb der Städte).
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