Diskussionsforum » Forum Bau-Finanzierung »

schulden machen


35 Beiträge | erstellt 27.2.2012 | letzte Antwort 28.2.2012
schulden machen
Hallo Liebe leser

Jeder redet von Krise bzw sind auch irgendwie mittendrinnen....
Die Leute kaufen Wohnungen zu absolut überhöhten Preisen , weil sie auch Angst haben das der Euro crashed und das Geld fort ist .

Dann wäre es ja super , wenn ich einen hohen kredit nehme , mir Wohnraum beschaffe und vielleicht Crashed der Euro ja wirklich , dann habe ich mit wenig Geld eine Wohnung finanziert

Ich glaube ja nicht , dass das funktioniert.
Die Frage : Ist die Idee , jetzt jede menge schulden machen gut oder schlecht ?

bin auf antworten gespannt

lg edison

Seite  [1]  [2]   

27.2.2012 11:40  
...
"Ist die Idee , jetzt jede menge schulden machen gut oder schlecht ?"

Diese Idee ist zu keiner Zeit gut.
27.2.2012 11:47  
...
tatsache ist aber, dass viele leute, ihr geld in immobilien "retten"
die nachfrage ist meiner meinung sehr stark - die preise , meiner meinung viel zu hoch - viele wollen sich mit dem verauf einer immobilie nun sanieren

bei einer möglichen starken inflation , würde ich mir ja mit dem tilgen wesentlich leichter tun !?
oder was mein ihr ?
27.2.2012 12:03  
Naja...
...du hast da ein paar Wichtige Punkte vergessen.
Zur Inflation:
Damit deine Rechnung aufgeht müsste auch dein Gehalt massiv steigen, denn wenn alles teurer wird brauchst auch mehr Geld um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Gehälter hinken der Inflation aber immer hinterher (kalte Enteignung).
zB: Benzin kostete mal 8 Schilling/l, ich verdiene jetzt nicht mehr das Doppelte als damals, du? (Ich weiß, schlechtes Beispiel, Benzinpreis hängt auch an anderen Faktoren, aber es geht ja um die Kaufraft)
Wenn die Inflation steigt, werden auch die Zinsen steigen, bei Hyperinflation in ungeahte Bereiche (siehe Argentinien).

Dann gibts noch so Schlagwörter wie Lastenausgleich, Währungsumstellung (zB: Guthaben 10:1, Schulden 1:1), Grundsteuererhöhung usw. dem Staat wird schon was einfallen. War alles ja schon mal (mehrmals) da.

siehe zB auch: http://www.welt.de/finanzen/article13825424/Immobilien-sind-keine-Rettunl
27.2.2012 12:15  
...
hallo

vermutlich hast du recht. ich kenne aber auch leute , die einwenig in diese richtung spekulieren.
der glaube, dass bei einem crash, die schulden geringer bzw weg sind ist tw. in der bevölkerung schon da.

ob die schuldner dann wirklich einen vorteil gegenüber den leuten mit bankguthaben haben, ist die frage ?

für mich, ich denke ja auch an einen wohnungskauf nach, denke mir ,
ist es jetzt wirklich eine gute zeit eine immobilie zu kaufen ?
vermultich sind wir noch nicht am peak - wer wird sich den wohnungskauf überhaupt noch leisten können , ohne sich masslos zu verschulden ?

glaube auch, dass es bei uns auch zu einer immobilienblase kommt ?!

lg edison

27.2.2012 12:16  
...
und das bauspardarlehen hat ja eine obergrenze von 6%
bei hoher inflation wäre ich ja geschützt )
27.2.2012 12:24  
ja...
...genauso geschützt wie die fixen staatlichen Prämien beim Bausparen.
27.2.2012 12:30  
...


was tun ?
kaufen ( überteuert.. ) oder warten ?
27.2.2012 12:33  
die flucht in immobilien ist mit dem stabilitätsgesetz 2012
... völlig sinnlos, weil hier auf einmal mit dem "wegfall" der spekulationsfrist (=besteuerung für alle) die rendite ziemlich gekappt wird und zudem ja immer erst mla ein solventer käufer (ggf. mieter, aber auch da spielt die steuer erbarmungslos mit) gefunden werden muss, der die preisvorstellungen teilt und bedienen kann. die immobilie allein generiert für's erste nur kosten.

der schwerz mit den 6%-bauspardarlehen war schon ein witz und ist gerade wegen dem wegfall der prämie noch heikler.

de facto sind alle investments und güter preisschwankungen unterworfen - unternehmensanteile genauso wie rohstoffe. nokia war mal der bringer, jetzt nicht mehr; öl ist mal billig oder teuer, je nach politischer durchsetzung der amis (wird ja in $ gehandelt), gold und edelmetalle sind auch nicht stabil, restliche commodities a la kaffee, mais, weizen, zucker, orangen, oliven etc. auch ned.
wer geld hat, muss sich zwangsweise mit den spielregeln der investments auseinandersetzen und versuchen, die für seine situation angemessenen schlüsse zu ziehen. je länger man sich spielt, desto klarer/erwartbarer werden die entwicklungen...
27.2.2012 12:34  
...
ohne da jetzt wirklich Bescheid zu wissen: wennst dich hoch verschuldest wird die Bank ja vermutlich ins Grundbuch wollen. Wenn das ganze dann den Bach runtergeht wird die Bank sicher nicht die sein, die durch die Finger schaut. Die werden die Hütte einkassieren und du stehst mit Schulden und ohne Haus da.

lg
tom
27.2.2012 12:36  
das...
...mußt du dir selbst überlegen, die Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Eine Exitstrategie sollte man sich aber generell für alle Investitionen vorher zulegen.

Eine Immobilie ist dazu da um sie zu verwenden (darin zu wohnen). Nur als Wertspeicher (wenn man Angst um sein Geld hat) oder Spekulationsobjekt (da bist einige Jahre zu spät dran) meiner Meinung nach nur bedingt geeignet.
27.2.2012 12:51  
eine kaufentscheidung trifft man sinnvollerweise
... aufgrund der eigenen erwartungen, die wiederum auf der eigenen recherche basieren. das kann hier niemnad für dich entscheiden.

nur so nebenbei: wie eng verflochten banken rumseiern, ist aus der entscheidung des vfgh zu entnehmen: http://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/1/8/9/CH0003/CMS13282641f

alles versaufen? na ja, die wirte brauchen's eh, deren pauschalierung steht auch auf dem spiel: http://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/5/6/8/CH0003/CMS13300751f
27.2.2012 13:40  
...
Es ist in dieser Richtung leider gar nichts vorauszusehen. Ich schwanke auch immer wieder zwischen Sonderzahlung oder flüssig sein. Aber dass es ein Szenario geben wird, bei dem alle Schuldner das Glück haben werden, dass ihre Schulden nichts mehr Wert sind, kann ich mir nicht vorstellen.
Ich denke es wird wie immer die goldene Mitte der richtige Weg sein. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Schulden und Guthaben, bis sich genauere Tendenzen herausstellen.

"reich ist, wer niemandem etwas schuldet"
27.2.2012 13:47  
...
danke für die vielen diskussions-beiträge )

noch eine frage, die vielleicht auch andere interessieren:

wer garantiert eigentlich die 6% obergrenze der bausparkassen.
ich denke, wenn das die Bausparkasse macht und es vertraglich fixiert ist, betrifft das problem ja den staat nicht ? oder ?

wer hebt dann die obergrenze auf ?

27.2.2012 15:42  
...
... garantieren tun's die bausparkassen selber.
gem. §7 bausparkassengesetz kann auf antrag und im einvernehmen mit der fma im verordnungsweg die 6%-grenze aufgehoben werden.
27.2.2012 15:47  
...
ist ja auch interessant ...

ist ja fast sinnnvoller einen bankkredit zu nehmen ...
27.2.2012 17:13  
...
Wenn die Zinsen wieder Richtung 6% klettern, dann wird das der Wirtschaft im momentanten Zustand nicht wirklich gut tun. Ganz zu schweigen von vielen privaten Wohnbaukreditnehmern. Es gibt genug Durchschnittsverdiener, die ohne mit der Wimper zu zucken 300 Riesen aufnehmen. Klar, bei einem Euribor von 1,06% ist das kein Problem. Schnell mal nen Kreditrechner gezückt und die 6%-Variante eingetippt, und schon rollen die Tränchen. Ist leider so. Aber das muss jeder selbst entscheiden, wie hoch er sich belastet. Ich persönlich könnte nicht mehr schlafen, aber wenn es um meine Existenz geht, bin ich doch eher ein feiges Huhn ;-)
Hab da gerade kürzlich mit Kollegen der vorherigen Generation gesprochen. Die haten Zinssätze von 8 bis 10% miterlebt und jahrelang NUR Zinsen abbezahlt. Da hört der Spaß dann definitiv auf.
Es bleibt auf jeden Fall spannend.
27.2.2012 17:34  
und die obergrenze von 6 %
kann, wenn es blöd kommt, _einfach so_ aufgehoben werden? oder steckt da mehr dahinter?

bin ja auch eher die vorsichtige sorte und habe unseren kredit mit 6 % durchrechnen lassen und damit die monatliche belastung durchgerechnet. dachte bis jetzt, da wäre ich (zumindest halbwegs) auf der sicheren seite...
27.2.2012 17:56  
...
Das Würd mich auch interessieren ob man diese 6% Grenze einfach aufheben kann?!?
27.2.2012 18:51  
...
also sollten sie die obergrenze tatsächlich aufheben, können sie sich gleich mal überlegen an wenn sie die vielen vielen häuser verkaufen wollen. wird auch nicht so leicht sein mit dem hohen zinssatz.
ich kann mir vorstellen das sie lieber von 6% die kohle haben wollen als lauter häuser wo sie die meisten nicht verkaufen können.
27.2.2012 19:29  
leute, den mythos der 6%-grenze hatten wir schon
zig mal hier. wenn ihr es ned glauben wollt, lest einfach nach, wenn immer noch nicht, auch wurscht.
ja, die grenze kann man recht schnell aufheben, genau deswegen sag' ich ja immer, dass eine einzelvertraglich vereinbarte zinsobergrenze ned nur billiger, sondern auch ein wenig sicherer als die vom bausparer ist.
trotzdem: das leben bleibt nun mal lebensgefährlich und ja, die geplante bausparprämienhalbierung laut stabilitätsgesetz 2012 wird die bausparer ned zu rennern machen. da könnte es zu problemen kommen, wenn zinsen steigen.
werden sie wahrscheinlich ned, eben weil alle draufgekomen sind, dass nullzinsen a la usa, japan und schweiz angenehmer sind. aber auch dann sind bauspardarlehen mit zinsuntergrenzen von ~3% sauteuer, von den sicherheiten, spesen und basiszinssatz ganz zu schweigen...
27.2.2012 19:42  
...
und trotzdem ist es die häufigste form der finanzierung?!

Seite  [1]  [2]   ↑

Dieser Thread wurde geschlossen. Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Energiesparhaus.at haftet als Diensteanbieter im Sinne des E-Commerce-Gesetzes nicht für die gespeicherten Informationen. Die im Forum von Dritten veröffentlichten Äußerungen entsprechen nicht der Meinung von energiesparhaus.at [Details]

Ein Service von energiesparhaus.at
Unabhängige Beratung für Wohnen, Hausbau und Sanierung