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Altbau Sanierung - Schimmel


1 Beiträge | erstellt 26.10.2011 | letzte Antwort 25.11.2011
Altbau Sanierung - Schimmel
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Energiesparhaus.at Besucher.

Ich benötige bei folgender Fragestellung einen Rat:

Wir sind eine Wohnanlage wo zu einem Altbau ein Neubau im Jahre 1997 zugebaut wurde. Der Altbau besteht aus 50cm dicken Steinmauern mit 60cm Frostschürze. Fenster sind Kunststofffenster mit 2-Scheiben Isolierverglasung. Wir haben kürzlich ein Gutachten eingeholt welches folgenden Sachverhalt schildert und einen Sanierungsvorschlag beinhaltet um unseren Schimmel im Altabu loszuwerden:

AUSZUG AUS GUTACHTEN:

In der Erdgeschoßwohnung des Wohnhauses bildet sich wiederholt Schimmel an den Putzflachen der Außenwände im Sockelbereich, besonders an den Nordost und Nordwest Außenwänden.
Die Wohnung befindet sich im "Altbau' des Gebaudes, die Außenwände sind als Steinmauerwerk ausgeführt. Der Altbau weist einen Heizwärmebedarf von 121kWh/(m2*a) auf.
Die durch Schimmel befallenen Stellen wurden bereits zweimal mit chemischen Mitteln behandelt und saniert, jedoch kam der Schimmel wieder.
An den nordwesltichen und nordöstlichen Außenwänden in der Küche und im Kinderzimmer sind uber der Sockelleiste bis in eine Höhe von 20cm bis 5Ocm Schimmel sichtbar. Besonders in den Eckbereichen, sowie hinter Einrichtungen,
welche die Erwärmung durch Strahlung und Konveklion der Raumoberflächenlemperatur und der Raumlufttemperatur behindern.

Die Frostschürzen sind nicht warmegedämmt und feuchtigkeitsisoliert und werden auf beiden Seiten durch feuchtes Erdmaterial benetzt, sodass aufsteigende
Feuchtigkeit von allen Seiten eindringt und aufsteigt. Richtig wäre die Feuchtigkeitsbelastung nur über die Aufstandsfläche zuzulassen.
Die Temperaturen in der Frostschürze und im Sockelbereich der Außenwand sind voraussichtlich kleiner als 17°C, in einem Meter Tiefe hat das Mauerwerk Jahresmitteltemperatur von ca. <12°C.

Erforderliche Maßnahmen:
Durch Freilegen der Außenmauern bis zur Aufstandsfläche vom anstehenden feuchten Erdmaterial und Reinigung der Oberfläche durch Druckluft, Aufbringen von Wärmedämmung mit Schutzmatte und Hinterfüllung mit vom Erdreich durch Vlies getrennte Rollierung (16/70) ist die Benetzung durch anstehende
Feuchtigkeit zu verhindern.
Die Außenwand ist durch Wärmedämmung vor der Abkühlung im Winter zu schützen.
Die innere Oberflächentemperatur im Sockelbereich ist durch
Temperaturaktivierung mittels z.B. Raychen Digi Trace hinter der Putzfläche hinter der Sockelleiste, über die Taupunktstemperatur übers gesamte Jahr anzuheben.
Die Raumluftfeuchtigkeit ist durch entsprechende Belüftung der Räume (Schlafzimmer, Küche, Bad) so zu reduzieren, dass zu keiner Zeit abfließendes Kondensat an den Fensterverglasungen auftritt.

So wie der Gutachter das beschreibt sollen wir die Frostschürze mit XPS dämmen und mittels Noppenmatte schützen und mit rolligen Material hinterfüllen. Ab der Frostschürze sollte ein VWS auf das Steinmauerwerk aufgebracht werden.
Wird durch diese Maßnahmen wirklich die Schimmelbildung im Sockelbereich gestoppt, da meiner Meinung nach die Innenseite der Frostschürze noch immer durch feuchtes Erdmaterial umschlossen ist, wird hier noch immer durch die Frostschürze die Feuchtigkeit aufgenommen und es Schimmelt wieder. Auf die Bauteilaktivierung auf der Innenseite können wir verzichten habe man uns gesagt. Es ist nur eine Wohnung im Erdgeschoss vom Schimmelbefall betroffen, die andere im EG und die im Obergeschoß weisen nichts auf. Ist in diesem Fall eine komplette Ausführung der Vollwärmeschutzes und der Sockledämmung der richtige Weg den Schimmel in der einen Wohnung loszuwerden oder sieht wer von Ihnen in dem Fall es so das dieser auch nach diesen Maßnahmen wieder zurückkehrt. Die oben angeführten Maßnahmen werden nur aufgrund der Schimmelbildung auf Urgenz des Eigentümners dieser Wohnung (diese wird Vermietet) notwendig. Die anderen Wohnungen sind anscheinend behaglich bewohnbar. Wir wollen in dem Fall nicht die 70.000,00€ umsonst investieren und wieder mit Schimmel dastehen.

Bitte um eure Meinungen und Ratschläge. Im Anhang noch Links zu Fotos der Bbetroffenen Zimmer und Schnitt vom Haus.

SCHNITT:
http://www.pic-upload.de/view-11799096/Schnitt.jpg.html

THERMOAUFNAHMEN:
BILD1:
http://www.pic-upload.de/view-11799117/Bild3.jpg.html
BILD2:
http://www.pic-upload.de/view-11799120/BILD-2.jpg.html

 

25.11.2011 11:55
hallo
würde mich informieren ob man in das mauerwerk einen chemischen feuchtchkeitsblocker(injektion)noch dazugeben soll dann kommt von der innenseite auch nix mehr hoch.wird oft in kellern gemacht-sauteuer
ansonsten hört sich das gutachen recht logisch an.
frage mich nur warum es nur bei euch schimmel gibt und bei den anderen wohnungen nicht.
wird aber trotzdem eine weile dauern bis du wirklich eine "saubere" wohnung hast

persönbliche anmerkung verstehe nicht ganz die ausgangslage.soweit ich es interpretiere:
es ist nicht euer haus, ihr sollt renovierung zahlen, erfolg der renovierung ungewiss,erfahrungsgemäß betragen die tatsächlichen kosten um ein großes stuck mehr als vorher ausgerechnet.
Würd mich fragen ob sich das alles auszahlt.
viel glück

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