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graben mit schotter füllen?


13 Beiträge | erstellt 6.9.2010 | letzte Antwort 7.9.2010
graben mit schotter füllen?
lese hier schon einige zeit mit. dieser beitrag kommt meinem problem sehr nahe, aber eben nicht 100%ig.

http://www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/allgemein_a.asp?Thread=179752

folgende ausgangssituation:

wu-beton keller (30cm) mit dickbitumenbeschichung und 8cm xps
keine drainagierung des kellers möglich, da kanal zu hoch liegt
lehmboden
keller wurde bis ca. 1m unter dem fertigen bodenniveau mit erde hinterfüllt
2 lichtschächte hängen noch im "graben", sind aber um ca. 30 bis 40cm tiefer als die 1m (also ca. 1,30m, sind also der tiefste punkt aktuell und mit schotter hinterfüllt)

wir hatten vor, den restlichen meter (1 meter hoch und 1m breit) mit schotter anzufüllen, dann in 1 jahr eine platte zu betonieren und ein traufenpflaster drauf zu geben.

wenn ich jetzt den graben mit schotter auffülle, dann mach ich mir eigentlich ein schönes "plantschbecken", weil ich ja das wasser damit genau zu den lichtschächten leite (sind der tiefste punkt), die gehen irgendwann über und das wasser kommt beim kellerfenster rein.

was tun?

den graben mit schotter auffüllen, die lichtschächte links und rechts abschalen und innerhalb der schalung mit erde auffüllen (unten schon schotter)

oder komplett erde reingeben? nur wie hält das traufenpflaster? nie wirklich oder?

fragen über fragen

 

6.9.2010 9:24
....
das Traufenpflaster wird dir so und so nicht halten, da der Lehm unten viele Jahre sitzt und nachgibt, da spielt der Schotter im oberen Meter keine Rolle mehr.

Die beste (und einzig wahre) Lösung wäre gewesen, Schalsteinpfeiler in ~3m Abständen vom gewachsenen Boden hochzumauern, auf denen sich dann das Traufenpflaster abstützt.

Wassermäßig würde ich alles mit Lehm zufüllen, Lehm dichtet nicht schlecht ab, das bisschen Wasser, was durch den Lehm sickert, versitzt dann unten - hat ja auch genügend Platz unter der gesamten Kellerbodenplatte.
Doch am besten vorher nochmal ausgraben und die Schalsteinpfeiler mauern.

Alle anderen Lösungen (Schotter drauf, Traufenpflaster irgendwie an Wand anhängen) sind Pfusch und die Traufe wird dir runterhängen.

Übrigens, die Lichtschächte haben unten ein Loch, da würde ich einfach ein Rohr hinab zur (bei dir nicht vorhandenen) Kellerdrainage legen, damit das Wasser auch vom Lichtschacht weg ist. Der Lichtschacht braucht nicht dicht montiert werden, da es ohnehin von oben reinregnet.
6.9.2010 15:36
@aniac
meinte maniac,
wofür brauchst du dein traufenpflaster? Hochregallager?
6.9.2010 17:23
@fragender Gast
Ich hab die gleiche Situation gehabt.
Ich würds folgendermassen machen:

Alles mit Erde/Lehm zuschütten, an die Lichtschächte Kanalröhrln dranhängen und irgendwo hinleiten (Kanal, Sickerschacht) und auf das Traufenpflaster verzichten.
Der Aufwand (besonders im nachhinein steht sich nicht dafür.
Ich hab rund ums Haus Betonrandsteine gesetzt und innen die letzten 10 -20 cm mit Rollschotter als Abschluss bis zu den Lichtschächten aufgefüllt.

Sehe beim Traufenpflaster keinen Vorteil, wozu braucht man das?
6.9.2010 20:08
wir machen es gleich
wie gdfde, da uns das Risiko des nachsitzens beim Lehmboden zu groß ist, außerdem kommt es bei weitem günstiger.
7.9.2010 6:59
....
hehe, finde ich einerseits witzig, andererseits fast typisch hier, die Idee, auf das Traufenpflaster zu verzichten: alles wegrationalisieren, was man nicht unbedingt braucht (und dafür ordentlich in Urlaub fahren....liest man hier regelmäßig, diesen stiefmütterlichen Rat.).

Ein Bekannter hat (eher scherzweise) behauptet, er ärgere sich, überhaupt eine Haustüre gemacht zu haben, denn er ist praktisch noch nie durchgegangen. Vom Vorhaus marschiert er nämlich gleich direkt in die Garage und verlässt das Haus nur über das Garagentor. Die paar mal, wo Besuch kommt, könnten die genauso durch das Tor gehen. ;)

Ich bin da konservativ und steh dazu: Sachen wie ordentliches Dach (Walm- oder Satteldach), Traufenpflaster, Fensterbänke gehören imho zu einem richtigen Haus.
Bei uns wird das Traufenplfaster komplett rundherum gehen, also auch um die angrenzende Garage.

Und wegen den Kosten: vorerst braucht man sie eh nur betonieren. Pflastern erst, wenn das Haus praktisch fertig ist und wieder mal Geld da ist.

7.9.2010 8:18
nur dann wird man es ordentlich machen müssen
wenn das Traufenpflaster gewünscht ist, gibts dann nur mehr die Möglichkeit, wieder die ganze Erde rauszubaggern, lageweise verdichtungsfähiges Material einbringen und verdichten, oder alles mit Rollschotter auffüllen. Dann darauf betonieren. Dann hat man automatisch auch drainagiert, nur sollte das Wasser noch in einen Versicherungsschacht geleitet werden.
Natürlich funktionierts auch so wie Bachmaniac geschrieben hat. Nur rund ums Haus alle 3m eine Stütze betonierten halte ich für noch aufwendiger und wenn diese einmal aus irgendeinem Grund weg müssen -> Viel Spaß. Sollte jedoch eine Terrasse auch wo hinkommen macht so eine Konstruktion schon Sinn.
Aber das sinnloseste wäre natürlich direkt auf die Erde das Traufenpflaster zu betonieren. Bei den Regenfällen der letzten Jahre findest es in 2-3 Jahren sicherlich 5-10cm tiefer wieder.
7.9.2010 9:08
....
preislich würden sich die Varianten mit Pfeiler und Rollschotterauffüllung kaum was nehmen, da zig tonnen Rollschotter notwendig sein würden - die Kellerschalsteine und das bisschen Beton dürfte sogar günstiger kommen
7.9.2010 9:30
traufenpflaster wozu?
traufenpflaster kann nix.
traufenpflaster schafft erst probleme wo ohne keine wären.
traufenpflaster ist teuer.
meist schauts sehr bescheiden aus.
die schalsteinlösung ist der gipfel der traufenpflasterd...heit.
also wozu traufenpflaster?
nur weil der nachbar eins hat?
den graben nicht mit schotter sondern mit aushub füllen.
drainage nur machen wenn ableitung wirklich sichergestellt ist.
statt traufenpflaster eine 20-30 cm starke schotterschüttung machen, mit oder ohne rasenkantenstein, ich machs ohne.
lg
7.9.2010 10:42
@ekndeg..
...ich glaub das ist eher eine frage ob man saubere schuhe haben will nachdem man rund ums haus gegangen ist. oder ob man überhaupt mit hausschuhen rund ums haus gehen will.

im schotter sammeln sich nach regen humusablagerungen, sand, schmutz. den schotter bekommt man nie sauber ausser man spritzt ihn mit hochdruckreiniger jede woche ab und es ist einem egal, dass man dadurch die fassade verdreckt.

ein pflasterweg muss aber auch nicht unbedingt rund ums haus führen. aber vom eingang zur haustüre und weiter zur terasse hätt ich ihn schon gerne.

ich finde schotter sehr schön, nur halt nicht praktisch fürs tägliche begehen.
7.9.2010 11:48
Schön?
Ist es schön, wenn man zur Terrasse entlang der Hausmauer auf einem 60cm breiten Weg über Lichtschächte geht? Meine eigene Lösung: Zierkieselsteine entlang der Hausmauer, mit Quarzporphyrzweireiher eingefasst. Ein eigener, gepflasterter Gehweg von der Haustür zur Terrasse.
7.9.2010 11:49
@ekndeg
wozu hast du fenster im Haus drin? ;) sind schweineteuer, haben nen miesen U-Wert im vergleich zu den Hauswänden und der Einbrecher hats damit auch leichter als ohne.. ;)

ok, mit etwas weniger Sarkasmus: wie cc9966 schon erwähnt hat, gibt es praktische Gründe fürs Traufenpflaster, jedoch gibt es auch Dinge, die ausschließlich optische Gründe haben, wie z.B. Fenster- oder Hausfaschen, und jene sieht man zumindest in unserer Gegend auf den Großteil der Häuser.
Warum es die Bauherren haben? Weil es ihnen so gefällt. ;)

@Wolfi69: 60cm sind eh ein Witz, ein "normales Traufenpflaster hat 80-100cm Breite. Und ob es schön ist oder nicht, hängt nur von der eigenen Einbildung ab. ;)

Also, wer ordentlich rund ums Haus gehen will und wer nicht, kann das ruhig für sich selbst entscheiden. ;)
7.9.2010 12:00
traufenpflaster ist sinnlos, fenster sind zum putzen da...
*=*mit hausschuhen rund ums haus gehen*=* ich hab eine innentoilette

*=*im schotter sammeln sich nach regen humusablagerungen*=*
bei mir regnets keinen humus.

*=*ein pflasterweg vom eingang zur haustüre und weiter zur terasse*=* hat bei mir kein schalsteinfundament, liegt einfach betonpflaster oder trittsteine auf split und kantkorn, mit geotextil.

lg
7.9.2010 13:22
@cc9966
Ich hab überhaupt keine Probleme beim Schotter.
Es sammelt sich weder Humus oder Schmutz bei Regen.
Im Gegenteil, wenns drauf regnet, wird der Schotter gereinigt.
Man muss also nicht mit Hochdruckreiniger rumwerken.

Ich sehe das Problem eher beim Pflastern.
Hier können sich leicht Ablagerungen bilden, in den Fugen sammelt sich feiner Sand, wo dann Gras/Unkraut aufgeht, etc.

Ist natürlich Geschmackssache und jeder sieht das anders.
Ich brauch aber keinen Weg rund ums Haus, ich kann vom Kelleraufgang direkt auf die Terasse, detto von der Hauszufahrt.
Das ist alles betoniert.

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