unkompliziert und preiswert herstellbar
(beim Neubau)
geringe Materialkosten für den
Erdkollektor großer Flächenbedarf nur eingeschränkte
Bepflanzung möglich (keine tief
wurzelnden Pflanzen)
Bei diesem Verfahren wird über ein
großflächig im Erdreich verlegtes
Rohrsystem (Tiefe ca. 1,30m) die dort
gespeicherte Solarwärme entzogen. Die
Rohrstränge sollten 100m Länge nicht
überschreiten, sonst wird die benötigte
Solepumpenleistung zu hoch. An den Enden
werden die Rohre in Sammlern
zusammengefasst. Diese sollten unbedingt
höher liegen als die Rohre, damit die
Stränge entlüftet werden können. Jeder
Strang sollte einzeln absperrbar sein.
Bei
zuwenig Kollektorfläche besteht die
Gefahr, dass die Arbeitszahl kleiner wird
(weniger Umweltanteil. mehr Stromanteil
an der Wärme). Die Energie kommt fast
ausschließlich aus der im Sommer
eingespeicherten Sonnenenergie, der
Wärmefluss aus tieferen Erdschichten ist
zu vernachlässigen (nur ca. 0,1 W/m²).
Aus diesem Grund darf der Boden im
Bereich der Kollektoren nicht überdacht
oder verdichtet werden (also auch keine
Bepflasterung).
Bei Warmwasserbereitung
mit der Heizungswärmepumpe besteht die
Gefahr, dass sich der Boden im Sommer
nicht mehr ausreichend regenerieren kann,
was schlechteres Pflanzenwachstum und
weniger Energieausbeute zur Folge hat.
Eine nur zeitweilige Vereisung des
Erdreichs in der zweiten Hälfte der
Heizperiode stellt noch keine wesentliche
Funktionseinschränkung dar. Zu vermeiden
sind zu geringe Abstände zu Kanal- oder
Wasserleitungen (Vereisungsgefahr).
Überlegen Sie bereits frühzeitig, wo
eventuell später ein Swimmingpool Platz
haben soll und berücksichtigen Sie dies
bereits bei der Rohrverlegung.
Kennzahlen
Am besten sind wasserhältige Lehmböden
geeignet. Bei solchen Böden können mit einer
Entzugsleistung von rund 25 W/m² gerechnet
werden. Für ein Haus mit 10kW Heizlast
benötigen sie in diesem Fall 400m²
Kollektorfläche. Als Richtwert für den
Flächenbedarf können Sie auch in etwa die
2fache beheizte Wohnfläche ansetzen. Bei sehr
sandigen Böden ist die erzielbare Leistung
wesentlich geringer (etwa 15 W/m²), hier sollte
eventuell ein Gutachter hinzugezogen werden.