Die Energiesparlampe (eigentllich
Kompakt-Leuchtstofflampe) ist heute in
unterschiedlichsten Formen und
Ausführungen erhältlich, somit findet
sich praktisch für jeden Einsatzzweck
eine geeignete Ausführung. Über das
ästhetische bzw. optische
Erscheinungsbild lässt sich natürlich
diskutieren.
Die Energiesparlampe hat eine
etwa 5 mal höhere Lichtausbeute als eine
Glühlampe. Das heißt: Eine 20W-Energiesparlampe
erzielt etwa den gleichen Lichtstrom wie eine
Glühlampe mit 100W Leistung. Der
Energieverbrauch ist also um rund 80% geringer,
die teurere Anschaffung rentiert sich (finanziell
und energetisch) durch die Energieeinsparung und
die längere Lebensdauer daher immer.
Zu beachten ist, dass
Energiesparlampen durchwegs eine
Aufwärmphase benötigen, um den vollen
Lichtstrom zu erreichen. Weiters wird
beobachtet, dass die Energiesparlampe im
Laufe der Zeit etwas an Helligkeit
verliert. Aufpassen muss man überall
dort, wo man das Licht dimmen möchte:
Dazu werden spezielle, dimmbare
Energiesparlampen benötigt, die schnell
das doppelte der normalen
Energiesparlampe kosten.
Lebensdauer
der Energiesparlampe
Unbestritten ist, dass
eine moderne Energiesparlampe mit
eingebautem elektronischen
Vorschaltgerät deutlich länger hält
als eine Glühbirne. Wie lange die
Energiesparlampe tatsächlich hält, ist
jedoch noch immer nicht wirklich auf den
Punkt zu bringen. Die Herstellerangaben
gehen von 6000 bis zu 12000 Stunden
(Glühlampe nur 1000 Stunden). Bei guten
Energiesparlampen ist die Lebensdauer nur
noch wenig von der Schalthäufigkeit
abhängig. In einem umfassenden Bericht
des Magazins "konsument"
(bereits 2006, man kann also davon
ausgehen, dass die Lampen heute noch
besser sind) wurden Energiesparlampen
einem Test unterworfen und folgendes
Ergebnis erzielt:
Im Testzyklus 165 min "ein" und
165 min "aus" erreichten sogar
die billigsten Lampen fast 5.000 Stunden
Brenndauer, 2 von 5 Produkten leuchteten
nach 10.000 Stunden immer noch.
Im Testzyklus 0,5 min "ein" und
4,5 min "aus" erreichten
billige Lampen teilweise nur 3.500
Stunden, was aber auch noch nicht
schlecht ist, weil immer noch rund 3,5
mal länger als eine Glühbirne.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das
Thema Lebensdauer bei den Energiesparlampen eher
nebensächlich ist und an Bedeutung verliert.
Alle Energiesparlampen erzielen eine
Energieeinsparung gegenüber Glühbirnen und sind
deshalb aus Energiespargründen empfehlenswert.
Selbst unter Berücksichtigung des höheren
Energieaufwands bei der Herstellung (im Vergleich
zur Glühbirne) ist eine energetische
Amortisation gegeben.
Immer besser werden auch die in den Lampen
eingebauten Vorschaltgeräte. Auch heute werden
bereits Lampen erzeugt, deren Schaltfestigkeit
über 500.000 Ein-Aus-Zyklen liegt. Weiters haben
diese Vorschaltgeräte weniger Eigenverluste, was
den Energieverbrauch nochmals reduziert. Durch
diese intelligenten Vorschaltgeräte wird auch
die Zeit verkürzt, die bis zum Erreichen der
vollen Helligkeit vergeht. Dies ist nämlich oft
das wirkliche Kriterium, das über den Einsatz
einer Energiesparlampe entscheidet. Manchmal wird
die Zeit, die bei einigen Lampen bis zum
Erreichen der vollen Helligkeit vergeht, als
unangenehm empfunden. Hier kann aber leider nicht
generell gesagt werden, dass teure Lampen
schneller die volle Helligkeit erreichen als
billige Lampen.
Umwelt und Ökologie bei der
Energiesparlampe
Aus Sicht der Umweltverträglichkeit ist
anzumerken, dass gerade die giftige und
energieaufwändig herzustellende Elektronik sehr
kritisch zu bewerten ist (z.B. Gewinnung von
hochreinem Silizium aus Quarzsand und
verschiedene giftige Schwermetalle und
Legierstoffe in Halbleitern). Weiters ist die
Quecksilberbelastung in den Mittelpunkt der
Kritik gerückt, speziell bei den Billigprodukten
aus dem EU-Ausland. Beim Bruch von
Energiesparlampen wird sogar empfohlen, den
betreffenden Raum gut zu lüften, um
Gesundheitsschäden vorzubeugen. Wenn nach Ablauf
der Lebensdauer die Energiesparlampe im Hausmüll
landet, ist dies sehr umweltschädlich. Kaputte
Energiesparlampen sind tatsächlich Sondermüll.
Wie sich die Umweltproblematik durch die
Forcierung der Energiesparlampe durch die EU
auswirkt, ist je nach Ansatz und
Betrachtungsweise unterschiedlich dramatisch.
Vermeidung von Umweltschäden beim
Kauf einer Energiesparlampe:
Achten Sie beim Kauf von Energiesparlampen auf
die Einhaltung der so genannten
RoHS"-Richtline. Diese dient der
Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Beschränkung
der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in
Elektro- und Elektronikgeräten. Darin ist
geregelt, dass seit Juli 2006 neue elektrische
und elektronische Geräte nur noch minimale
Mengen an Schadstoffen beeinhalten dürfen:
Cd Kadmium <= 100 ppm,
Hg Quecksilber <= 1.000 ppm,
CrVI sechswertiges Chrom <= 1.000 ppm,
PBB polybromierte Biphenyle <= 1.000 ppm,
PBDE polybromierte Diphenylether <= 1.000 ppm
Das Quecksilber in Leuchtstoffröhren ist jedoch
von dieser Regelung ausgenommen. Manche
Hersteller gehen noch weiter und verwenden
bleifreies Glas, bleifreies Lot und minimieren
die eingesetzte Quecksilbermenge.